Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 02.08.2019


Unternehmen

Uber fährt in Österreich nun als Reisebüro weiter

US-Fahrdienstvermittler umgeht als Reisebüro eine einstweilige Verfügung. Auch in Deutschland wird Uber vorgeworfen, mehr als ein Vermittler zu sein.

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Hartlieb Wild • 03.08.2019 10:02
Diese knallhart profitorientierten Konzerne bringen das akrobatische Kunststück zuwege, dem Staat, der heimischen Wirtschaft und uns allen die lange Nase und den nackten H… zugleich zu zeigen. Ersteres, weil sie in ihrer grenzenlosen Arroganz auf nationale und regionale Gesetze ganz einfach husten (zB Datennutzung und Datenmißbrauch), und zweiteres dann, wenn es um Steuern und Abgaben geht <> Ein permanent tätiger „Vermittler“, der laufend und umfassend tätig ist, erbringt eine Dienstleistung, für die dort Steuern und Abgaben zu zahlen sind, wo die zu vermittelnde Ware erzeugt und verkauft wird. Pflanzrechnungen aus Steuerparadiesen sind generell nicht als Minderung anzuerkennen. Wenn der Konzern keine Daten über die regionalen Vermittlungen herausgibt, dann soll die Finanz ein unanfechtbares Schätzungsrecht erhalte. <> In diesem Zusammenhang ist auch ein direktes und klares Wörtchen mit etlichen EU-Staaten (Irland, Luxemburg, Niederlande, Malta) zu reden, was diverse Abkommen über „konzernfreundliche“ Niedrigbesteuerung betrifft. <> Das lassen wir uns schon lange nicht mehr gefallen. Hinweise auf solche Tricksereien und Warnungen vor deren schädlichen Auswirkungen gibt es schon lange und viele genug. Und die verantwortlichen Gesetzgeber? Diesbezüglich lendenlahme Politiker sind für ihr hohes Salär ganz einfach untragbare Minderleister.

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