Letztes Update am Mo, 12.08.2019 15:13

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Homosexualität

“Homo-Werbung“: Rechtsradikale Ungarn protestieren gegen Coca-Cola

Der Getränkehersteller wirbt in Ungarn auf Plakaten mit Slogans wie „#LOVEISLOVE“ und „Null Zucker, null Vorurteile“ für mehr Akzeptanz Homosexuellen gegenüber.

Symbolfoto.

© APA (dpa)/Gero BreloerSymbolfoto.



Budapest, Atlanta — Aktivisten der rechtsradikalen ungarischen Bewegung „Mi Hazank" (Unsere Heimat) haben am Montag gegen die Coca-Cola-Plakatkampagne mit gleichgeschlechtlichen Paaren protestiert. Mitglieder der Bewegung blockierten den Eingang der Firma in dem südlich von Budapest gelegenen Ort Dunaharaszti mit mehreren Fahrzeugen.

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Die Aktivisten hissten ein Transparent mit dem Slogan "Was kommt noch? Pädophilie?" Laut dem Fernsehsender Hir-TV wurden die Fahrzeuge trotz Aufforderung der Polizei nicht entfernt. Im Vorfeld der Aktion hatte der Chef der Rechtsradikalen, Laszlo Toroczkai, erklärt, man schließe sich der Protestaktion „Zero Coca-Cola, Zero homosexuelle Propaganda" und dem Boykott von Coca-Cola-Erzeugnissen an. Solange die Firma nicht auf die „Popularisierung der Homosexualität" verzichte, würden die Proteste fortgesetzt.

Der Getränkehersteller wirbt in Ungarn auf Plakaten mit Slogans wie „#LOVEISLOVE" und „Null Zucker, null Vorurteile" für mehr Akzeptanz Homosexuellen gegenüber. Als Reaktion haben auch regierungsnahe Medien bereits zum Boykott von Coca-Cola-Erzeugnissen aufgerufen. Dort hieß es: „Die homosexuelle Lobby belagert Budapest." (APA)