Letztes Update am Mo, 26.08.2019 13:36

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Medien

US-Finanzinvestor wird größter Aktionär beim Springerverlag

Der US-Investor KKR hält künftig rund 43,54 Prozent am Medienkonzern und legt dafür 2,9 Milliarden Euro auf den Tisch.

(Symbolfoto)

© dpa(Symbolfoto)



Berlin – Der Finanzinvestor KKR wird größter Aktionär beim Berliner Medienkonzern Axel Springer und überflügelt sogar Verlegerwitwe Friede Springer. Die Amerikaner sicherten sich mit ihrem Übernahmeangebot etwa 42,5 Prozent an Europas größtem Digitalverlag, wie beide Seiten am Montag mitteilten. Darüber hinaus kaufte KKR weitere 1,04 Prozent am Markt.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Insgesamt nahm KKR rund 2,9 Mrd. Euro in die Hand und hält damit künftig 43,54 Prozent. Friede Springer kommt etwa auf 42,6 Prozent und Konzernchef Mathias Döpfner auf rund 2,8 Prozent. Die Vereinbarung mit KKR sieht vor, dass keine Entscheidung ohne die Zustimmung der Verlegerwitwe getroffen werden kann. „Es geht nichts ohne Friede Springer“, bekräftige eine Konzern-Sprecherin. Der Deal soll Ende 2019 oder im ersten Quartal 2020 abgeschlossen sein.

„Das Ergebnis des Angebots ist ein sehr starkes Fundament für die geplante strategische Partnerschaft mit KKR“, sagte Döpfner. „Wir konzentrieren uns in den kommenden Monaten auf die Umsetzung unserer Wachstumsstrategie, die wir weiter beschleunigen werden.“ Der Konzernchef hatte wiederholt betont, mit KKR wolle man Chancen nutzen, um im digitalen Journalismus und im Geschäft mit Kleinanzeigen im Internet zu wachsen. (APA, Reuters)