Letztes Update am Mi, 28.08.2019 17:32

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Todesermittlungsverfahren

Kripo untersucht Tod Piechs: Keine Hinweise auf Fremdverschulden

Der langjährige VW-Chef Ferdinand Piech war am Sonntag im Alter von 82 Jahren „plötzlich und unerwartet“ gestorben, wie seine Ehefrau Ursula Piech mitteilte. Neben der Obduktion des Leichnams werden nun von der Kriminalpolizei auch Angehörige und Menschen, die vor Ort waren, befragt.

Ferdinand Piech.

© AFPFerdinand Piech.



Rosenheim – Die Kriminalpolizei untersucht derzeit den plötzlichen Tod des langjährigen VW-Chefs Ferdinand Piech. „Das ist ein Automatismus, und die Untersuchung hat bisher überhaupt nichts ergeben“, sagte Oliver Mößner, stellvertretender Leiter der zur Staatsanwaltschaft Traunstein gehörenden Zweigstelle Rosenheim. Zuvor hatte die Wirtschaftswoche darüber berichtet.

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Piech war am Sonntag im Alter von 82 Jahren „plötzlich und unerwartet“ gestorben, wie seine Ehefrau Ursula Piech mitteilte.

Piechs Leichnam sei obduziert worden, sagte Mößner. „Die Obduktion geht von einer natürlichen Todesursache aus“, sagte Mößner. Der Leichnam sei danach für die Bestattung freigegeben worden.

Auch Angehörige befragt

Bei einem solchen sogenannten Todesermittlungsverfahren würden neben der Obduktion auch Angehörige befragt sowie Menschen, die vor Ort waren. Es werde vermutlich – auch das sei völlig normal – erst in einigen Monaten abgeschlossen.

Das Verfahren ist laut Mößner eine gewöhnliche Maßnahme in allen Fällen, in denen der Notarzt die Person, deren Tod er bescheinigt, nicht kennt. Ärzte bescheinigten in aller Regel grundsätzlich zunächst keinen natürlichen Tod, wenn sie den Toten nicht vorher bereits etwa als Patienten kannten. „Da hat sich aber bisher überhaupt nichts ergeben“, sagte Mößner.

Eine E-Mail der Deutschen Presse-Agentur an den Anwalt der Familie Piech blieb zunächst unbeantwortet. (APA/dpa)