Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 01.10.2019


Unternehmen

Café+Co legte zu, Bezahl-App ab 2020

Automaten-Betreiber mit Umsatzplus, Magermilch statt Kaffeeweißer und Handy-Bezahlen auf Raststätten.

Firmenchef Fritz Kaltenegger: Die Österreicher drücken sich jeden Arbeitstag zwei Millionen Portionen aus den Cafe+Co-Automaten.

© Cafe+coFirmenchef Fritz Kaltenegger: Die Österreicher drücken sich jeden Arbeitstag zwei Millionen Portionen aus den Cafe+Co-Automaten.



Innsbruck – Der zur Raiffeisengruppe gehörende Wiener Automatenbetreiber Café+Co hat das laufende Geschäftsjahr (Ende September) mit einem Umsatzplus von rund vier Prozent abgeschlossen, sagte Firmenchef Fritz Kaltenegger im TT-Gespräch. Gruppenweit sei der Umsatz auf 240 Millionen Euro gestiegen, der Gewinn werde sich auf dem Niveau des vorhergehenden Geschäftsjahres einpendeln.

Rund 600 Millionen Portionen verkauft Café+Co laut Kaltenegger, davon 250 Millionen in Österreich, was 2 Millionen Portionen je Arbeitstag entspricht. Nach eigenen Angaben betreibt Café+Co rund 30.000 Kaffeeautomaten, Snack- und Kaltgetränke-Geräte, hauptsächlich in Betrieben und Büros. 5000 davon stehen in der Region West – konkret in Tirol, Vorarlberg, Oberösterreich und Salzburg. „Rund 80 Prozent sind Heißgetränke, aber der Snack-Bereich wächst doppelt so stark“, sagt Kaltenegger. Seit dem Sommer werde in den Kaffeeautomaten der Kaffeeweißer verbannt und durch Magermilchpulver ersetzt. Zwei Jahre habe die Entwicklung gemeinsam mit der Niederösterreichischen Molkerei (NÖM) gedauert.

Auch das im vergangenen Jahr eingeführte Handy-Zahlsystem soll ausgeweitet werden. In Polen und Tschechien stünden bereits 6000 solche Geräte. In Österreich sollen sie auf den Autobahn-Raststationen Einzug halten und bis 2020 rund 800 bis 900 solcher Automaten mit Handy-Zahlsystem ausgestattet sein. Entwickelt werde eine Bezahl-App, die Anfang nächsten Jahres lanciert wird. Funktionieren soll es so, dass man die Kreditkartennummer hinterlegt und bestimmte Beträge – z. B. 5 oder 10 Euro – reserviert.

Die Region West, und damit Tirol, mit derzeit 2800 Kunden sieht Kaltenegger weiter als Wachstumsgebiet. Rund 170 Mitarbeiter sind in der Region West beschäftigt, davon 30 in Tirol – unter anderem in einem Lager des Unternehmens in Schwaz. (mas)