Letztes Update am Mo, 30.09.2019 17:02

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Insolvenz

Nächste Airline-Pleite: Slowenische „Adria Airways“ meldete Konkurs an

Das Aus für die 1961 gegründete Airline kommt nicht überraschend. Adria Airways ist Teil der Star Alliance, zu der auch die deutsche Lufthansa mit ihrer Tochter AUA gehört.

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© Erwin WodickaSymbolfoto.



Ljubljana – Die Führung der finanziell angeschlagenen slowenischen Fluggesellschaft Adria Airways hat am Montag Konkurs beantragt. Die Gesellschaft sei insolvent, das Gesetz verlange, in dieser Situation ein Konkursverfahren zu beantragen, hieß es in einer Mitteilung der Airline.

Die Fluglinie hat deswegen auch alle für heute und Dienstag vorgesehenen Flüge abgesagt. Das zuständige Gericht in Kranj soll binnen drei Tagen über die Konkurseröffnung entschieden. Laut Medieninformationen belaufen sich die Schulden der Fluglinie auf insgesamt 90 Mio. Euro.

Wie die Wirtschaftszeitung Finance berichtete, hat die slowenische Zivilluftfahrtbehörde Adria Airways per sofort ihre Betriebslizenz entzogen. Das bedeutet das Ende für die 1961 gegründete Airline, die seit 2004 Mitglied der Star Alliance war, zu der auch die deutsche Lufthansa mit ihrer Tochter AUA gehört.

Keine staatliche Unterstützung

Die slowenische Regierung hat am Montag einer staatlichen Rettung eine Absage erteilt. In der jetzigen schwierigen Lage ist ein Konkurs das einzig mögliche Szenario“, sagte der slowenische Wirtschaftsminister Zdravko Pocivalsek. Die Fluggesellschaft ist seit 2016 im Besitz des deutschen Investmentfonds 4K Invest. Die Regierung erwägt nach der Insolvenz eine neue staatliche Fluggesellschaft zu gründen.

Laut Reuters erklärte Pocivalsek, er habe Gespräche mit der Lufthansa und dem Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport als Eigner des Flughafens Ljubljana aufgenommen, ob die Hälfte der nun ausfallenden Flüge von der AUA-Mutter Lufthansa übernommen werden könnten. Wegen der Turbulenzen von Adria Airways waren bei der AUA in der vergangenen Woche Flüge ausgefallen. Die AUA hatte Adria-Flugzeuge mit Piloten und Flugbegleitern angemietet. (APA)