Letztes Update am Do, 21.11.2013 18:56

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Unternehmen

Barilla setzt auf Produktion glutenfreier Produkte

Zöliakie und Gluten-Unverträglichkeit nimmt weltweit ständig zu. Experten schätzen, dass circa ein Prozent der Bevölkerung davon betroffen ist.



Rom – Die Zahl der Zöliakiebetroffenen wächst europaweit immer mehr. Daher startet der italienische Lebensmittelkonzern Barilla mit der Produktion einer glutenfreien Pasta. Der Vertrieb der glutenfreien Nudeln soll in den nächsten Wochen beginnen, verlautete es aus dem Unternehmen aus Parma. Damit hofft Barilla Marktanteile zu gewinnen und dem Konsumrückgang auf dem Heimmarkt Italien entgegenwirken.

Zöliakie und Gluten-Unverträglichkeit nimmt weltweit ständig zu. Experten schätzen, dass circa ein Prozent der Bevölkerung davon betroffen ist.

Auf Italien-Investitionen setzt der Lebensmittelkoloss Barilla trotz der Krise in der Heimat. Nachdem im vergangenen Jahr in Rubbiano in der norditalienischen Region Emilia Romagna ein neuer Produktionsstandort eröffnet wurde, den sich Barilla 40 Millionen Euro kosten ließ, hat das Familienunternehmen aus Parma jetzt ein komplett automatisiertes Lager auf einer Fläche von 40.000 Quadratmetern eingeweiht, das nach modernsten technologischen und ökologischen Standards errichtet wurde

„Dieses vollautomatisierte, von Laserimpulsen ferngesteuerte Lager hat Modellcharakter in punkto Design, Technologie und Sicherheit“, versicherte Firmenpräsident Guido Barilla. Tag und Nacht bewegen sich die Fließbänder, die Pasta-Pakete, Süßwaren und Soßengläser verteilen. 15 Millionen Euro kostete das neue Lagersystem, das mit italienischer Technologie funktioniert. Von hier aus wird ein Viertel der Gesamtproduktion Barillas in alle Länder der Welt verteilt, von Brasilien bis Japan. Die Struktur verbraucht 20 Prozent weniger Wärme und 40 Prozent weniger Licht.

Der Lebensmittelgigant, der im vergangenen Jahr einen Umsatz von 3,9 Millionen Euro und einen Nettogewinn von 60 Millionen Euro verzeichnet hat, will weiterhin im Ausland wachsen. Das Familienunternehmen setzt vor allem auf Expansion in den USA und plant dort die Gründung einer Restaurantkette. Damit soll die Pasta-Kultur in Nordamerika noch stärker verbreitet werden. Das erste Barilla-Restaurant wurde bereits in New York eröffnet. (APA)