Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 28.04.2015


Unternehmen

Sparkassen steigerten Gewinn

Die acht Tiroler Sparkassen haben 2014 mehr Gewinn erwirtschaftet. Filialzahl soll weitgehend aufrecht-bleiben, Fusionen kein Thema.

Die acht Tiroler Sparkassen wollen weitgehend an ihren insgesamt 107 Filialen in Tirol festhalten.<span class="TT11_Fotohinweis">Foto: TT</span>

© TT/Thomas BöhmDie acht Tiroler Sparkassen wollen weitgehend an ihren insgesamt 107 Filialen in Tirol festhalten.Foto: TT



Innsbruck – Die acht Tiroler Sparkassen haben im Vorjahr ihr Ergebnis steigern können. Insgesamt kletterte der Vorsteuergewinn (EGT) um 5,8 Mio. auf 42,5 Mio. Euro. Davon entfallen auf die Tiroler Sparkasse Bank AG 24,4 Mio. Euro. Grund für den um rund 15 % gestiegenen Gewinn sei unter anderem auch auf das zuvor schlechter verlaufene Jahr 2013 zurückzuführen, meinte Harald Wanke, Obmann des Sparkassen-Landesverbands für Tirol und Vorarlberg. Die Bilanzsumme der Tiroler Sparkassen stieg gegenüber 2013 um 1,7 % auf insgesamt 9,2 Mrd. Euro, wie gestern der Sparkassen-Landesverband für Tirol und Vorarlberg bekannt gab. Die Tiroler Sparkassen weisen 730 Mio. Euro Eigenmittel und eine Eigenkapitalquote in der Höhe von 17,63 Prozent auf.

Das schlechte Ergebnis der Erste Group im vergangenen Jahr durch Milliardenabschreibungen in Osteuropa hätten keinen negativen Einfluss auf die Tiroler Sparkassen, so Wanke. „Es gibt keine Überwälzung auf regionale Sparkassen“, meinte Wanke. Die Erste Group werde es aus eigener Kraft wieder schaffen. Auch ein Zusammenschluss der Tiroler Sparkassen wie die – erzwungene – Fusion bei den Volksbanken sei kein Thema und auch nicht nötig, sagte Wanke. Zuletzt hätten die Sparkassen ihr Aktienkapital an der Erste Bank, dem Leitinstitut der österreichischen Sparkassengruppe, aufgestockt, meinte Wanke. „In die Erste eingebettet zu sein, aber trotzdem regional entscheiden zu können, ist sicher die ideale Form“, sagte der Tiroler Sparkassen-Obmann und Vorstandschef der Sparkasse Schwaz.

Künftig müssen Banken im Zuge des EU-Bankenabwicklungsmechanismus in diverse Sicherungstöpfe – Einlagensicherung, Abwicklungsfonds – einzahlen. Das werde die Banken massiv belasten, meinte Wanke, ohne konkrete Summen zu nennen.

Derzeit führen die Tiroler Sparkassen 107 Filialen. Diese Zahl soll laut Wanke weitgehend unverändert bleiben, wenngleich man sparen müssen werde. Auch die Zahl der Beschäftigten sei mit derzeit rund 1500 Mitarbeitern (1200 Vollzeitäquivalente) im Vergleich zu 2013 unverändert geblieben. (mas)

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