Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 08.06.2017


Wirtschaftspolitik

Kredite bis 2022 kräftig teurer

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Wien – Von den zu erwartenden Leitzinserhöhungen der Europäischen Zentralbank (EZB) und höheren Bankkreditzinsen werde Österreich überdurchschnittlich stark betroffen sein, geht aus einer Allianz-Studie hervor. Für Privathaushalte und Unternehmen dürften die Zinszahlungen bis zum Jahr 2022 um rund 6 Mrd. Euro steigen. Bezogen auf die Wirtschaftsleistung sei dies einer der kräftigsten Anstiege in der Eurozone. Nur in Portugal sollte der Anstieg noch stärker ausfallen. Am geringsten betroffen wäre Deutschland.

Verglichen werden dabei die Zinszahlungen im Jahr 2016 mit den für das Jahr 2022 geschätzten. Im Basisszenario einer „sanften Normalisierung“ der Geldpolitik beginnt diese mit den EZB-Leitzinserhöhungen im Jahr 2019 und erhöht ihn bis Ende 2022 auf 2 Prozent. Im zweiten Szenario einer „moderaten Normalisierung“ geht die Allianz von einem Leitzins von 3 Prozent und bei „kräftiger Normalisierung“ von 4,25 Prozent aus.

Die Zinskosten der österreichischen Haushalte seien von über 17 Mrd. Euro im Jahr 2008 auf knapp 8 Mrd. Euro im Vorjahr gesunken. (APA)

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