Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 09.06.2017


Wirtschaftspolitik

„Abwanderung aus ländlichem Raum stoppen“



Wien – Den ländlichen Raum wirtschaftlich und gesellschaftlich stärken will Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP) mit einem Masterplan. Bereits im Februar diskutierte er in Innsbruck zum Thema mit Kommunalpolitikern und bäuerlichen Funktionären. Gestern gab er in Wien einen Einblick zum Vorankommen des Plans, der das Stoppen der Abwanderung aus dem ländlichen Raum zum Hauptziel hat.

Herausstechendste Neuigkeit dabei war, dass Rupprechter den niederösterreichischen Altlandeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) als Schirmherr gewinnen konnte. „Eines vorweg: Ich denke nicht daran, eine neue politische Karriere zu entwickeln“, wich Pröll bereits zu Beginn möglichen Journalistenfragen zu seiner Zukunft aus. Vielmehr sei ländliche Entwicklung ein Thema, das ihn seit seiner Studienzeit beschäftige.

Rupprechter strich die Bedeutung der Bürgerbeteiligung hervor, um den Masterplan zu erstellen. 3000 Menschen hätten sich bisher beteiligt. 2000 Ideen seien gesammelt worden. Nun zeichnet sich ab, dass der Plan rund 20 Handlungsfelder haben wird. Als wahrscheinliche wichtige Punkte umriss der Minister die Punkte Digitalisierung, Gesundheitsversorgung am Land und eine anvisierte Attraktivierung der ländlichen Regionen.

Österreich solle zu einem digitalen Vorreiter in Europa werden. Im Speziellen setze er sich dafür ein, dass der ländliche Raum bei der 5G-Versorgung nicht benachteiligt werde.

Fertig gestellt soll der Plan im Sommer werden, ein detailliertes Maßnahmenprogramm kündigte Rupprechter für September an. Geldmittel kommen laut Rupprechter aus dem kommunalen Investitionspaket in der Höhe von 175 Mio. Euro. Dazu sollen EU-Mittel lukriert werden. (ecke)