Letztes Update am Fr, 09.06.2017 07:15

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Rettungsschirm

Griechischer Präsident fordert Schuldenerleichterungen

Die Euro-Gruppe will am 15. Juni erneut nach einer Lösung für die Freigabe einer weiteren Hilfstranche für Griechenland suchen. Im Juli braucht Athen sieben Milliarden Euro, um alte Schulden zu begleichen.

Griechenlands  Präsident Prokopis Pavlopoulos und Premier Alexis Tsipras.

© ReutersGriechenlands Präsident Prokopis Pavlopoulos und Premier Alexis Tsipras.



Berlin – Der Präsident des von einer Schuldenkrise gebeutelten EU-Mitglieds Griechenland, Prokopis Pavlopoulos, hat den deutschen Finanzminister Wolfgang Schäuble um Schuldenerleichterungen für sein Land gebeten. Griechenland habe Pensionskürzungen und geringere Steuerfreibeträge beschlossen und habe damit seine Verpflichtungen erfüllt, sagte Pavlopoulos der Tageszeitung Die Welt (Freitag).

„Ich bitte Wolfgang Schäuble darum, sich bei seiner Entscheidung nicht vom deutschen Wahlkampf beeinflussen zu lassen. Es geht hier um Größeres, es geht um Europa“, sagte Pavlopoulos.

Die Euro-Gruppe will am 15. Juni erneut nach einer Lösung für die Freigabe einer weiteren Hilfstranche für Griechenland suchen. Im Juli braucht Athen sieben Milliarden Euro, um alte Schulden zu begleichen. Schäuble möchte dafür den Internationalen Währungsfonds (IWF) an Bord haben. Der IWF verlangt aber, dass Griechenland konkret Schuldenerleichterungen in Aussicht gestellt werden, etwa verlängerte Laufzeiten oder verringerte Zinszahlungen. Schäuble ist bisher dagegen.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.