Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 05.10.2017


Wirtschaftspolitik

Adler Runde fordert Reformen,

Streit mit AK und ÖGB

Tiroler Unternehmer wollen 60-Stunden-Woche und Steuerentlastungen. AK-Chef Erwin Zangerl ortet ein mangelndes Demokratieverständnis.

Präsentierten die Forderungen der Adler Runde: (v. l.): Klaus Mark, Ingeborg Freudenthaler, Anton Pletzer, Peter Grüner und Fritz Unterberger.

© promediaPräsentierten die Forderungen der Adler Runde: (v. l.): Klaus Mark, Ingeborg Freudenthaler, Anton Pletzer, Peter Grüner und Fritz Unterberger.



Innsbruck Die Tiroler Adler Runde, ein Zusammenschluss von 42 Tiroler Unternehmern, fordert von der kommenden Regierung „umfassende Reformen, um den Wirtschaftsstandort zu sichern“. So solle es möglich werden, Mitarbeiter bis zu „zwölf Stunden pro Tag“ und „60 Stunden pro Woche“ zu beschäftigen, um Auftragsspitzen abzufedern. Außerdem müssten Betriebsübergaben erleichtert werden. Aufgrund von „überbordenden Vorschriften“ sei eine Übergabe der Firma an die nächste Generation „nahezu unmöglich“.

Ingeborg Freudenthaler ortet – besonders im Tourismus – gar einen „Ausverkauf der Heimat“. Auch wünsche man sich eine Senkung der Sozialbeiträge und anderer Lohnnebenkosten. Mit 43,4 Prozent Abgaben sei Österreich im EU-Vergleich ein „Hochsteuerland“. Das verhindere Wirtschaftswachstum und Wettbewerbsfähigkeit.

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