Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 26.06.2018


Wirtschaftspolitik

Regierung umgarnte Firmenchefs

Regierung rollte beim Standort-Treffen den mehr als 100 Firmenlenkern den roten Teppich aus.

© APARührten die Werbetrommel für Ansiedlungen (v. l.): Norbert Hofer, Sebastian Kurz, Heinz-Christian Strache, Margarete Schramböck.Foto: Screenshot APA-Video



Wien – Die ÖVP-FPÖ-Regierung warb bei ausländischen Unternehmen für Investitionen in den heimischen Wirtschaftsstandort. Rund 100 Firmenchefs und Manager aus 14 Ländern waren gestern der Einladung der Regierung zur Veranstaltung #Invest­InAustria nach Wien in die Orangerie in Schloss Schönbrunn gefolgt. Man wolle die Unternehmen „gerne für den Standort Österreich begeistern“, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in seiner Rede. Mit Kurz und Vizekanzler Heinz-Christian Strache konnten die Firmenchefs auch Einzelgespräche führen, die Manager konnten zudem auch Standort-Workshops mit österreichischen Ministern besuchen – vor Ort waren Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP), Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP), Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ), Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) und Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP).

Kurz und Strache zählten in ihren Reden die Vorteile des österreichischen Wirtschaftsstandortes auf, dazu gehören aus ihrer Sicht unter anderem eine gut ausgebaute Infrastruktur, hohe Lebensqualität, wenige Streiktage, zentrale Lage in Europa, hoch qualifizierte Arbeitskräfte und eine attraktive Forschungsprämie sowie Rechtsstaatlichkeit. Im Bereich Steuerbelastung, Regulierung und Staatsverschuldung stellten beide den Unternehmenslenkern eine deutliche Reduktion in den nächsten Jahren in Aussicht.

Vizekanzler Strache verwies weiters darauf, dass Österreich als neutrales Land auch „die Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen mit Russland“ vorantreiben und „einen guten Ausgleich zwischen Russland und Europa“ ermöglichen könne.

Wirtschaftsministerin Schramböck hatte zuvor die Veranstaltung #InvestInAustria als „Startschuss für die Standortoffensive“ der Regierung bezeichnet. Auch Verkehrsminister Hofer kündigte an, sich bei der Standortoffensive einbringen und sich etwa um die Breitspurbahn aus Russland und die Verlängerung des Seidenstraßenprojekts nach Österreich kümmern zu wollen. (APA)