Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 05.07.2018


Bezirk Schwaz

Aschau ist Vorreiter bei E-Carsharing

© Hubert Berger (hon.frei)



Von Angela Dähling

Aschau i. Z. – Die Gemeinde Aschau ist die erste im Zillertal, die ihren Bürgern und Gästen das Anmieten eines Elektroautos anbietet.

„Wir ermöglichen Familien, sich ein Zweitauto zu sparen, wenn es nur gelegentlich gebraucht wird. Und wir ermöglichen Gästen, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, sich ebenfalls tageweise ein Auto für Ausfahrten auszuleihen“, erklärt Bürgermeister Andreas Egger.

Umgesetzt wird das Gemeindeprojekt mit den Stadtwerken Wörgl und dem Strasser Autohaus Unterberger, von dem die Gemeinde das Elektroauto mit dem Spitznamen „flo“ least. Es steht jetzt an der Ladestation am Aschauer Bahnhof.

Die Stadtwerke Wörgl hätten sich als Bestbieter im Verfahren herauskristallisiert, erklärt der Gemeindechef. Sie liefern das Reservierungssystem, machen die Abwicklung und sind als Notdienst 24 Stunden erreichbar.

Am Bahnhof gibt es weitere Lademöglichkeiten für E-Autos und Egger schließt nicht aus, dass das Angebot der Gemeinde weiter ausgebaut werde. Bürger, die das Auto ausleihen möchten, lassen sich im Gemeindeamt registrieren. „Sie erhalten eine Berechtigungskarte, die sowohl als Autoschlüssel als auch für die Verrechnung dient. Die Reservierung des Autos erfolgt dann über das Smartphone“, erklärt der Gemeindechef.

Aschau ist klimafreundliche e5-Gemeinde, was ebenfalls ein Grund für das E-Carsharing-Projekt ist. LHStv. Josef Geisler ist sehr erfreut über die Umsetzung des Konzepts in seiner Heimatgemeinde: „Aschau ist nun mit dem Einstieg in diese Mobilitätsstrategie des Landes ganz vorne mit dabei.“ Das Konzept fördere den Umstieg vom eigenen Auto zum Leihauto, das gemeinschaftlich im Wechsel genutzt werde.