Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 26.08.2018


Wirtschaftspolitik

Jetzt naht das Aus für die Halogenlampe

© iStockphotoDie EU versucht energiesparende Lichtsysteme durchzusetzen.Foto: iStock



Brüssel – Eigentlich hätte dieses Licht schon vor zwei Jahren ausgehen sollen. Damals gab es für die Halogenlampe jedoch noch eine Gnadenfrist. Jetzt ist wirklich Schluss. Ab 1. September dürfen die meisten Halogenleuchten in der EU nicht mehr produziert werden – die letzte Stufe der EU-Lampenverordnung tritt in Kraft.

Hinter dem jetzigen Auslaufen der Halogenlampe steckt – wie schon 2012 – die so genannte Ökodesign-Richtlinie der EU. Sie legt Anforderungen an die Energieeffizienz von Produkten fest. Nach und nach sollen vor allem jene Produkte vom Markt, die besonders viel Strom fressen – also schlecht für die Umwelt sind. Bei der Glühlampe wurden nur etwa fünf Prozent der aufgenommenen Energie in Licht umgewandelt – ein Trauerspiel für jede Energiebilanz. Der Verbrauch einer Halogenlampe ist nach Angaben der EU-Kommission von 2015 immer noch fünfmal höher als der einer LED.

Seit der Novellierung 2009 geht es bei der Ökodesign-Richtlinie zudem um Produkte, die den Energieverbrauch beeinflussen, etwa Duschköpfe oder Fenster. Der Stromverbrauch der Privathaushalte soll so gesenkt und stromsparenden Geräten zum Durchbruch verholfen werden.

Anstelle der Halogenlampen werden ab September also hauptsächlich Energiesparlampen und LEDs in den Regalen liegen. Dadurch soll nach Angaben der EU-Kommission jährlich so viel Strom gespart werden, wie Portugal in einem Jahr verbraucht. Neben der Glühlampe mussten deshalb unter anderem schon bestimmte Staubsauger, Backöfen, Kochfelder, Dunstabzugshauben und Duschköpfe dran glauben. Dabei wird nur vom Markt genommen, wofür es einen Ersatz gibt. (APA. dpa)




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