Letztes Update am Mi, 21.11.2018 16:25

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Kollektivverträge

Bahn-KV: Achte Verhandlungsrunde startet

Um 18 Uhr startet die achte Verhandlungsrunde der Eisenbahner. Es geht um einen Abschluss für rund 40.000 Beschäftigte in mehr als 60 Unternehmen. Das größte unter den Firmen sind mit Abstand die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB).

© Thomas Boehm / TTSymbolfoto.



Wien – Bereits zum achten Mal treffen sich am Mittwochabend (18 Uhr) die Kollektivvertragsverhandler des Eisenbahn-KV. Es geht um einen Abschluss für rund 40.000 Beschäftigte in mehr als 60 Unternehmen. Das größte unter den Firmen sind mit Abstand die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB). Die Gewerkschaft vida droht mit Streik, sollte es heute keine Bewegung geben.

„Sowohl die Unternehmen, als auch unserer Mitarbeiter erwarten sich von ihren Sozialpartnern sach- und lösungsorientierte Gespräche“, sagte Arbeitgeber-Chefverhandler Thomas Scheiber vor Gesprächsbeginn zur APA. „Sozialpartnerschaft bedeutet auch, aufeinander zuzugehen, um ein für beide Seiten faires, vernunftbegabtes und wirtschaftlich stemmbares Ergebnis zu erzielen. Mit einem dementsprechenden Vorschlag gehen wir optimistisch und mit dem klaren Ziel eines KV-Abschlusses in die heutige Verhandlungsrunde.“

„Zeit für lächerliche Angebote endgültig abgelaufen“

Angriffig gab sich im Vorfeld vida-Chef Roman Hebenstreit auf APA-Anfrage: „Ich erwarte mir heute Bewegung und ein ernstzunehmendes Angebot. Die Zeit für lächerliche Angebote der Arbeitgeber ist endgültig abgelaufen. Die Eisenbahner sind kampfbereit.“

Als „lächerliches Angebot“ sehen die Arbeitnehmervertreter die 3 Prozent, die die Arbeitgeber geboten haben. Die Arbeitgeber haben ihren Mitgliedsbetrieben sogar empfohlen, die Löhne und Gehälter in diesem Umfang „freiwillig“ zu erhöhen, was die Gewerkschaft noch mehr provoziert. Die vida nennt offiziell keine Lohnforderung. Dem Vernehmen nach will sie aber 5 Prozent. (APA)