Letztes Update am Fr, 30.11.2018 12:46

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Online-Shopping

EU-Kommission verkündete endgültiges Aus beim Geoblocking

Ab Montag nächster Woche wird es beim Online-Kauf weder Blockaden noch Diskriminierungen geben. Geoblocking ist eine Praxis, die Online-Kunden davon abhält, Dienste und Produkte auf Webseiten aus anderen EU-Staaten in Anspruch zu nehmen.

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Brüssel – Die EU-Kommission hat am Freitag das endgültige Aus beim Geoblocking verkündet. Ab Montag nächster Woche gebe es beim Online-Kauf weder Blockaden noch Diskriminierungen, betonte der Vizepräsident der EU-Kommission, Andrus Ansip.

Bisher habe es verschiedenste Behinderungen für die Konsumenten gegeben. So seien Bezahlungen über Mastercard oder Visacard nicht möglich gewesen, weil man in einem angeblich „falschen“ Land wie Belgien, Deutschland, Niederlande oder Luxemburg beheimatet sei. Dabei gebe es seit Jahren schon SEPA, den europäischen Zahlungsraum (Single Euro Payments Area). Ungeachtet dessen seien aber Kreditkarten von Personen, die online einkaufen wollten, nicht akzeptiert worden. „Damit ist es nun vorbei“, so Ansip.

„Menschen müssen über ihre Rechte informiert werden“

Allerdings müsse man die Menschen darauf aufmerksam machen. Obwohl beispielsweise das Datenroaming im Telefonbereich abgeschafft sei, hätten zuletzt laut Umfrage noch zwölf Prozent bei Reisen ins Ausland ihre Mobiltelefone abgeschaltet. „Es ist sinnlos, das weiterhin zu tun. Die Menschen müssen über ihre Rechte informiert werden und wir müssen sie an diese erinnern“.

Die EU-Staaten hatten sich bereits Anfang des Jahres auf das Ende des Geoblockings beim Internethandel geeinigt. Geoblocking sei eine diskriminierende Praxis, die Online-Kunden davon abhalte, Dienste und Produkte auf Webseiten aus anderen EU-Staaten in Anspruch zu nehmen. Bisher konnten Online-Händler mit Hilfe des Geoblockings den Zugang zu bestimmten Bestellseiten verweigern, wenn die Kunden in einem anderen Staat ansässig sind oder im Ausland ausgestellte Kreditkarten benutzen. Oft wurden sie dann automatisch auf Seiten in ihrem Land umgeleitet – wo die Preise womöglich höher sind. Davon profitierten vor allem die großen Onlineshops. (APA)