Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 09.04.2019


Österreich

Sportwirtschaft: Österreich ist in Europa führend

„Wenn es um die wirtschaftliche Kraft im Sport geht, sind wir Europameister“, stellte Sportminister Heinz-Christian Strache fest. Gestützt wurde das auf die letztgültigen Zahlen — auf rot-weiß-roter Ebene stammen diese aus dem Jahr 2016, im EU-Vergleich aus dem Jahr 2012.

v. l. n. r.) Anna Kleissner (Sport Strategie Austria), HC Strache (Sportminister), Christian Helmenstein (GF SportEconAustria).

© BMÖDS/Sassmannv. l. n. r.) Anna Kleissner (Sport Strategie Austria), HC Strache (Sportminister), Christian Helmenstein (GF SportEconAustria).



Wien – „Wenn es um die wirtschaftliche Kraft im Sport geht, sind wir Europameister“, stellte Sportminister Heinz-Christian Strache fest. Gestützt wurde das auf die letztgültigen Zahlen – auf rot-weiß-roter Ebene stammen diese aus dem Jahr 2016, im EU-Vergleich aus dem Jahr 2012.

Dass es diese europaweiten Vergleichsziffern überhaupt gibt, gehe auf eine Initiative der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft im Jahr 2006 zurück. „Es gibt im Sport viele wirtschaftliche Aspekte wie Tourismus und Nächtigungszahlen“, sagte Strache und wies auch auf die sozio-ökonomischen Felder hin, die man nicht negieren könne.

Mittels Sport-Satellitenkonto werden alle sport-bezogenen Aspekte erfasst, um ein exaktes Bild über die wirtschaftliche Bedeutung des Sports zu erhalten. „Hier passiert eine Extraktion des sportbezogenen Anteils an der Wirtschaftsleistung“, erklärte Christian Helmenstein. Laut dem Geschäftsführer von „SportsEconAustria – Institut für Sportökonomie“ sei auch ein Sportstätten-Register von Bedeutung, um ein Unter- oder Überangebot oder die Nachnutzung genau beurteilen zu können. Was jedenfalls die Stellung der Sportwirtschaft in der EU betrifft, verdeutlichen Vergleichszahlen Österreichs Top-Position. Betrug 2012 EU-weit der Anteil des Sports am Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2,12 Prozent, führte das Länderranking Österreich (4,1) vor Deutschland (3,9), Polen (2,3) und Großbritannien (2,2) an. Die österreichinternen Zahlen von 2016 zeigen, dass die Bruttowertschöpfung mit 3,915 Mrd. Euro bei „Beherbergung und Gastronomie“ am größten ist. Dies seien 172.000 an sport­relevanten Übernachtungen und damit mehr als in Kroatien oder Polen gesamt. (APA)