Letztes Update am Fr, 12.04.2019 11:09

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Teuerung

Nationalbank erwartet für heuer Inflation von 1,8 Prozent

Die akteulle Schätzung der OeNB liegt um 0,3 Prozentpunkte niedriger als noch im Dezember. Für 2020 und 2021 erwartet Nationalbank 1,9 Prozent bzw. 1,8 Prozent Teuerung.

Grund für die Revision der Schätzung für 2019 seien vor allem die Rohölpreise, die seit Herbst des vergangenen Jahres stark gesunken sind. (Symbolfoto)

© dpaGrund für die Revision der Schätzung für 2019 seien vor allem die Rohölpreise, die seit Herbst des vergangenen Jahres stark gesunken sind. (Symbolfoto)



Wien – Wegen deutlich gesunkener Rohstoffpreise rechnet die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) für heuer mit einer etwas tieferen Inflationsrate (am harmonisierten Verbraucherpreisindex gemessen/HVPI) als noch Ende 2018. Die Zentralbank senkte ihre Prognose im Vergleich zur Schätzung vom Dezember um 0,3 Prozentpunkte auf 1,8 Prozent, teilte die Notenbanker am Freitag mit.

Grund für die Revision der Schätzung für 2019 seien vor allem die Rohölpreise, die seit Herbst des vergangenen Jahres stark gesunken sind und auch in den kommenden Jahren weiter niedrig bleiben dürften, heißt es in der Aussendung der Notenbank.

Strompreiserhöhungen sorgen für geringeren Rückgang

Die niedrigeren Rohölpreise hätten auch stark dazu beigetragen, dass die heimische HVPI-Inflationsrate im Februar im Vergleich zum November 2018 um deutliche 0,9 Prozentpunkte auf 1,4 Prozent gedrückt wurde. Preiserhöhungen bei der Elektrizität aufgrund des seit Oktober eingeschränkten Stromhandels zwischen Deutschland und Österreich wirkten diesem Effekt jedoch teilweise entgegen, so die OeNB.

Für die beiden kommenden Jahre erwartet die Nationalbank weitgehend stabile Inflationsraten knapp unter der Marke von 2,0 Prozent. So prognostiziert die OeNB für 2020 eine HVPI-Teuerungsrate von 1,9 Prozent und für 2021 eine Rate von 1,8 Prozent. (APA)