Letztes Update am Do, 18.04.2019 10:14

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Geldpolitik

Reform der Bankenaufsicht: OeNB-Präsident widerspricht Gouverneur

OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny sorgt sich durch die neuen „komplizierten Strukturen“ um die Unabhängigkeit der Nationalbank. Harald Mahrer, Präsident des OeNB-Generalrates, widerspricht.

Harald Mahrer.

© APAHarald Mahrer.



Wien – Die Folgen der Reform der Bankenaufsicht – die von der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) abgezogen und ganz bei der Finanzmarktaufsicht (FMA) angesiedelt wird – werden von der Notenbankspitze recht unterschiedlich beurteilt.

OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny, der den Abzug der Bankenaufsichtsagenden von der Nationalbank kritisch bewertet, erwartet durch die neuen „komplizierten Strukturen“ Mehrkosten und er sorgt sich außerdem um die Unabhängigkeit der OeNB.

Mahrer sieht keine Gefährdung

Dem hat am Donnerstag der Präsident des OeNB-Generalrates, Harald Mahrer, widersprochen. „Die Unabhängigkeit der OeNB sehe ich in keiner Weise gefährdet“, befand Mahrer in einer Stellungnahme an die APA.

Die Aufsichtsreform solle klare Strukturen, optimierte Entscheidungsprozesse, weniger Bürokratie und „selbstverständlich auch Kostendisziplin bringen“, schrieb Mahrer. Die Reform werde dazu beitragen, dass sich sowohl die FMA wie auch die OeNB auf ihre Kernaufgaben konzentrieren können. Entscheidend für die Republik seien perfektes Zusammenwirken und schnelle Handlungsfähigkeit beider Institutionen, sowohl in der Prävention, aber ganz besonders im Krisenfall selbst. Dies sei durch das Management der beiden Häuser bei der Umsetzung zu gewährleisten. (APA)

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