Letztes Update am Mi, 25.09.2019 13:20

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Arbeitsmarkt

Fachkräftemangel: Neue Plattform für IT-Nachwuchs gegründet

Die vom Bildungsministerium, Firmen und die Wiener Jobvideo-Plattform Whatchado gegründete Plattform für IT-Jobs richtet sich an Eltern, Lehrende sowie Schülerinnen und Schüler und soll Fachkräftemangel im IT-Bereich eindämmen.

(Symbolfoto)

© PantherMedia / Rancz Andrei(Symbolfoto)



Spitzmarke – Österreich fehlen im Bereich Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) 10.000 Fachkräfte, bis Ende 2020 könnten es bereits 20.000 sein. Jedoch dürften in den nächsten Jahren 50.000 neue digitale Jobs entstehen, vermuten Vertreter der Internetoffensive Österreich. „Wir haben einen unglaublichen Fachkräftemangel bei IT“, räumte Bildungsministerin Iris Rauskala am Mittwoch ein.

Das Ministerium, Firmen und die Wiener Jobvideo-Plattform Whatchado haben daher eine neue Plattform für IT-Jobs gegründet (www.digitaleberufe.at), die sich an Eltern, Lehrende sowie Schülerinnen und Schüler richtet. In kurzen Videos werden dort ausschließlich digitale Jobs von Beschäftigten in diesen Berufen erklärt, darunter etwa von A1, Hutchison Drei, Microsoft, den ÖBB oder Raiffeisen. Weitere Firmen könnten sich jederzeit beteiligen, hieß es am Mittwoch bei einem Pressegespräch.

Fachkräfte „von morgen finden“

Die Finanzierung erfolgt durch die teilnehmenden Unternehmen, Whatchado erstellt die Videos und wird sie online und über diverse Social-Media-Kanäle bewerben. Das Ministerium will die Plattform in der Lehrerschaft bewerben, die sie im Unterricht vorstellen soll.

Eine Matching-Funktion hilft den Jugendlichen herauszufinden, welche IT-Berufe zu ihnen passen könnten. In kurzen Videos erzählen Beschäftigte, was genau sie machen und wie sie zu diesen Jobs gekommen sind, also welche Ausbildungen sie haben. „Es geht darum, den Scheinwerfer auf neue Berufe zu zeigen. Es muss nicht immer die Anwältin oder Ärztin sein“, sagte Franz Königshofer, Bildungsberater an der AHS Wasagasse.

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Firmen wollen auf der Plattform „die Fachkräfte von morgen“ finden. „Es gibt zu wenige IT-Absolventen und eine hohe Drop-out-Quote“, sagte Rainer Kalkbrenner, Vorstand der ACP-Gruppe. Es mangle aber auch an Ausbildungsmöglichkeiten und Interessenten. HTLs würden sich schwer tun, überhaupt genügend Schülerinnen und Schüler zu bekommen. Kalkbrenner appellierte an die nächste Regierung, Schulen in den Mittelpunkt zu stellen. (APA)