Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 18.10.2019


Wirtschaftspolitik

Rauchverbot bringt Schilderwald

Die Hoteliers klagen über die Schilderflut in ihren Häusern.

© APADie Hoteliers klagen über die Schilderflut in ihren Häusern.



Am 1. November tritt das generelle Rauchverbot in Restaurants und Lokalen in Kraft. Während die Nacht-Gastronomen ein Nein des Verfassungsgerichtshofes zu Ausnahmen fürs Rauchen in den Nachtstunden akzeptieren müssen, warten die Betreiber der Shisha-Bars noch auf eine Entscheidung. Sie argumentieren, dass ihre Kunden nur zum Rauchen einer Wasserpfeife kommen.

Die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) begrüßt das Rauchverbot — und weist auf „absurde Details" rund um das Gesetz hin. „In unserem Hotel wird seit einem Jahr gar nicht mehr geraucht, völlig problemlos", berichtet Alexander Gulewicz, Hotelier und ÖHV-Landesbeirat in der Steiermark. Aber: „Jetzt sollen wir laut Nichtraucherschutzgesetz je Hotelzimmer vier bis fünf Schilder anbringen oder bis zu 10.000 Euro Strafe zahlen. Das ist nicht einzusehen."

Laut Nichtraucherschutzgesetz seien nämlich Rauchverbotshinweise „in ausreichender Zahl und Größe so anzubringen, dass sie überall im Raum oder der Einrichtung gut sichtbar sind". Gulewicz: „Mit drei Schildern je Hotelzimmer komme ich gar nicht aus." Der ÖHV fordert in diesem Punkt eine Änderung. (TT)