Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 19.10.2019


Transit

Frächter wollen freie Fahrt für Gigaliner

Lang-Lkw würden die Anzahl der Transitfahrten durch Tirol um 600.000 reduzieren, argumentieren die Frächter.

© ZOOM.TIROLLang-Lkw würden die Anzahl der Transitfahrten durch Tirol um 600.000 reduzieren, argumentieren die Frächter.



Der Fachverband für das Güterbeförderungsgewerbe in der Wirtschaftskammer hat heute eine alte Forderung wiederbelebt: die Einführung von Lang-Lkw, also Lastwagen mit einer Länge von bis zu 25,5 Metern anstatt der derzeit erlaubten 18,75 Meter. Dadurch lasse sich etwa die Anzahl von Transit-Lkw-Fahrten durch Tirol um rund 600.000 reduzieren, rechnet Verbandsobmann Günther Reder heute vor.

„Die österreichischen Transporteure bekennen sich zum Klimaschutz und zur CO2-Reduktion", so Reder, der neben Lang-Lkw noch eine „Aufhebung von oft nicht miteinander abgestimmten Lkw-Fahrverboten" sowie eine höhere Zahl an gasgetriebenen Lkw fordert. „Hier nimmt Deutschland durch die Mautbefreiung solcher Fahrzeuge eine umweltbewusste Vorreiterrolle im Straßengüterverkehr ein", so der Fachverbandsobmann am Freitag in einer Aussendung.

Zuletzt war die Diskussion über Lang-Lkw im Jahr 2013 aufgekocht. Damals ging es aber nicht nur um eine Verlängerung der Lastwagen, sondern auch um ein höchstzulässiges Gesamtgewicht von bis zu 60 Tonnen — derzeit liegt es bei bis zu 45 Tonnen. Seinerzeit haben sich Asfinag, SPÖ, Grüne und Gewerkschaften gegen die so genannten „Gigaliner" ausgesprochen. Neben der Belastung der Straßen — ein 60-Tonnen-Lkw wiegt in etwa das 50-Fache eines Kompaktwagens — wurde von der Asfinag auch davor gewarnt, dass die Bergung bei Unfällen und im Schnee stecken gebliebener Lkw noch schwieriger wäre. (APA)

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