Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 23.10.2019


Bezirk Imst

Mötzer Gemeinderat setzt auf Attraktivierung des Standorts

Der Mötzer Gemeinderat diskutierte einmal mehr Themen rund um die Steigerung der Standortattraktivität.

Mitte November soll im Zentrum von Mötz im Erdgeschoß dieses neuen Gebäudes ein kleines Lebensmittelgeschäft öffnen.

© PloderMitte November soll im Zentrum von Mötz im Erdgeschoß dieses neuen Gebäudes ein kleines Lebensmittelgeschäft öffnen.



Mötz – In seiner jüngsten Sitzung widmete sich der Mötzer Gemeinderat einmal mehr Themen rund um die Steigerung der Standortattraktivität. So wurden letzte Vertragsdetails beschlossen, um die Eröffnung des geplanten MiniM am 14. November in Räumen, die die Gemeinde für mindestens 15 Jahre mietfrei bereitstellt, zu sichern. Für das Betreiberunternehmen ein wichtiger Zeitpunkt, soll doch das Geschäft vor dem Umbau des MPreis in Barwies als Alternative zur Verfügung stehen. Aus Sicht der Gemeinde gilt der Nahversorger als wichtiger Bestandteil der qualitätsvollen Infrastruktur einer Gemeinde, die Abwanderung verhindern und als lebenswert anerkannt werden will.

Ebenso wurde die Übernahme der Postpartnerschaft durch die Gemeinde diskutiert. „Dazu haben wir derzeit weder räumlich noch personell die nötigen Voraussetzungen“, erteilte Bürgermeister Michael Kluibenschädl diesen Plänen eine vorläufige Absage.

Umgesetzt wird allerdings der Neubau des Musikpavillons. Derzeit werden die Fundamente errichtet, die Vergabe des Holzbaus im Frühjahr wurde bereits beschlossen. Der Gemeinderat sieht auch hier eine wesentliche Voraussetzung für eine Verbesserung des dörflichen Miteinanders. „Die letzten Veranstaltungen waren leider schlecht besucht“, so Dorfchef Kluibenschädl, „was allerdings teilweise am Wetter lag.“

Dass die Beschlüsse überwiegend mehrheitlich und nicht einstimmig erfolgten, liegt vor allem am engen Budgetspielraum der Gemeinde. Sie hatte 2019 Probleme, einen ausgeglichenen Haushalt zu erstellen, die TT berichtete. Deshalb bereiten die Finanzierung der rund 480.000 Euro für das Geschäftslokal des Nahversorgers, die Kosten für die Erhaltung der Gemeinde­infrastruktur, die Baukosten des Pavillons und weitere Aufwendungen den Gemeinderäten deutlich Sorgen. In der jüngsten Sitzung mussten darüber hinaus rund 70.000 Euro an Überschreitungen einiger Budgetposten genehmigt werden. Von einem kürzlich stattgefundenen Gespräch mit dem Land berichtete der Bürgermeister, dass „die Bedarfszuweisungen leider geringer ausgefallen sind als erhofft“. (tp)

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