Letztes Update am So, 09.03.2014 08:04

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Hypo-Desaster

Spindelegger schließt Sparpaket wegen der Hypo-Krise nicht aus

„Kurzfristig gehe ich nicht davon aus, aber auf längere Sicht kann ich weder ausschließen noch einschließen, dass wir was machen müssen“, sagte der Vizekanzler.

© APA/EPA/JOERG CARSTENSENFinanzminister Michael Spindelegger.



Wien/Klagenfurt – Finanzminister Michael Spindelegger (ÖVP) schließt ein Sparpaket wegen des Hypo-Desasters nicht aus. „Kurzfristig gehe ich nicht davon aus, aber auf längere Sicht kann ich weder ausschließen noch einschließen, dass wir was machen müssen“, sagte der Vizekanzler zur Zeitung „Österreich“ (Sonntag), ohne vorerst Einzelheiten aus Hypo-Task-Force-Bericht zu nennen.

Dazu dürfte Notenbankgouverneur Ewald Nowotny am Sonntag in der ORF-Pressestunde informieren. „Ich erwarte, dass im Bericht der Task-Force steht, was die Hypo für den Staatshaushalt und das Budget bedeutet“, so Spindelegger weiter zum Blatt.

Bis Ende März werde die Entscheidung fallen. „Bis Jahresmitte soll alles beschlossen sein - wenn nötig, inklusive eines Sondergesetzes, das für eine der Optionen nötig sein wird. Mein Fokus ist eine rasche Lösung, so kostengünstig wie möglich.“

Der Task-Force-Bericht werde nun mit den Beratern geprüft. Spindelegger sagte, er sei für alle Optionen offen; er schließt also weiterhin auch einen Konkurs der staatlichen Problembank nicht aus. Auch erinnerte der Finanzminister im Interview mit „Österreich“, dass die Kärntner Landespolitik und Manager am Desaster schuld seien und das Problem „wird Kosten verursachen“.

Die Idee eines „Weisenrates“ zur Aufarbeitung des Desasters hält der Finanzminister für „richtig“, ein U-Ausschuss - den die Opposition vehement fordert - helfe dabei allerdings nicht, so Spindelegger. (APA)