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Lechtaler starten in die Energiewende: Energiegenossenschaft gegründet

In Bach wurde die erste Energiegenossenschaft gegründet. „Strom aus dem Lechtal für das Lechtal“ lautet das Motto.

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Die Gründungsväter Radomir Gabric (l.) und Simon Larcher hoffen, dass die Energiegenossenschaft ein Erfolg wird.
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Von Simone Tschol

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Bach – Unternehmer Radomir Gabric und der Bacher Bürgermeister Simon Larcher (als Privatperson) haben die Vorarbeit geleistet. Jetzt hoffen sie auf eine möglichst breite Beteiligung an ihrem Pionierprojekt: der Erneuerbaren Energiegenossenschaft (EEG) Lechtal. Diese soll das regionale Teilen von gemeinsam erzeugter Energie ermöglichen.

Das Prinzip ist denkbar einfach. Jedes Mitglied, das regional Strom über eine Photovoltaik-Anlage oder ein Kleinkraftwerk produziert, kann seinen Überschuss einspeisen, die anderen Genossenschaftsmitglieder diesen zu stabilen Preisen beziehen. Beitreten können alle – ob Privatpersonen, Unternehmen oder Gemeinden. „Wir müssen schon darauf schauen, dass sich Produktion und Verbrauch die Waage halten. Was im Tal produziert wird, soll auch im Tal bleiben“, merkt Larcher an und fügt hinzu: „Wichtig wären Kleinkraftwerke, da diese auch in der Nacht, bei Schlechtwetter und im Winter eine sichere Energiegewinnung garantieren.“ Derzeit werden erste Erfahrungen rund um den Betrieb der EEG in Bach gesammelt. Gabric: „Es läuft. Ab Oktober wird es möglich sein, dass weitere Mitglieder, auch reine Verbraucher, beitreten können. Einzige Voraussetzung: Ein Smart Meter muss installiert sein.“

Nach der Etablierung der EEG in Bach soll das System auf das gesamte Lechtal ausgeweitet werden. Auch eine Erweiterung ins Zwischentoren und den Talkessel von Reutte ist angedacht. „Das Tannheimer Tal ist nicht direkt von Außerferner Seite elektrifiziert und daher auch nicht Teil des Projekts“, sagt Larcher.

Am 27. Juli ab 20 Uhr findet ein EEG-Infoabend im Gemeindehaus in Bach statt. Alle Interessierten sind willkommen. „Wir möchten durch dieses Projekt zeigen, dass selbst äußerst periphere Regionen große Zeichen setzen und wichtige Hebel in Richtung Energiewende setzen können“, so Larcher und Gabric abschließend.

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