Mazedonien - Drei Polizisten tot: Ausgangssperre in Kumanovo verhängt

Skopje (APA) - In der nordmazedonischen Stadt Kumanovo ist am Samstagnachmittag Ausgangssperre verhängt worden. Das Innenministerium bestäti...

Skopje (APA) - In der nordmazedonischen Stadt Kumanovo ist am Samstagnachmittag Ausgangssperre verhängt worden. Das Innenministerium bestätigte laut dem TV-Sender N1 den Tod von drei Polizisten. An die 20 Personen - Polizisten, Angreifer und Zivilisten - wurden bei Gewalt nach einer Polizeiaktion verletzt.

In den frühen Morgenstunden des Samstag war es zum Polizeieinsatz gegen eine Gruppe von Bewaffneten gekommen, die Anschläge auf staatliche Institutionen geplant haben sollen. Dabei wurden die Sicherheitskräfte angegriffen. Angeblich stammten die Bewaffneten aus einem benachbarten Staat - der Name des mutmaßlichen Herkunftslandes wurde bisher offiziell nicht genannt. Zuvor war die Rede davon, dass es sich bei den Bewaffneten um Albern handeln solle.

Der Polizeieinsatz war dem TV-Sender zufolge am Nachmittag weiterhin im Gange. Angreifern sollen bemüht sein, aus dem dicht besiedelten Stadtviertel Divo (Heldenviertel), in dem am Nachmittag drei Häuser brannten, ins Stadtzentrum von Kumanovo vorzudringen. Enge Gassen und dicht aneinandergereihte Häuser würden den Polizeieinsatz erschweren, teilte das Innenministerium mit.

Der mazedonische Präsident Gjorge Ivanov unterbrach am Nachmittag seinen Moskau-Besuch und kehrte nach Mazedonien zurück. Oppositionschef Zoran Zaev forderte indes Anhänger auf, ihre seit Dienstag anhaltenden Anti-Regierungsproteste in Skopje und mehreren anderen Städten wegen der aktuellen Situation zu unterbrechen. Es gelte, dass alle zusammen die Sicherheit und Stabilität Mazedoniens sichern, erklärte Zaev laut Medienberichten.

Belgrad entsandte zusätzliche Polizeikräfte an die Grenze zu Mazedonien und in die Grenzregion zum Kosovo.


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