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Gut zu wissen: Die besten Internet-Browser im Vergleich

Die Wahl des Browsers zum Internetsurfen sollte man sich gut ĂŒberlegen.
© pixabay

Chrome hat den Ruf, die Daten seiner Nutzer zu tracken und auch Firefox war schonmal beliebter. Wie es um Microsofts neuen Edge-Browser steht und welchen Programmen man beim Surfen im Netz vertrauen kann, lesen Sie hier.

Innsbruck – Welches Programm nutzen Sie, um im Internet zu surfen? Die Antwort auf diese Frage kommt fĂŒr viele einem Religionsbekenntnis gleich. De facto fĂ€llt die Wahl derzeit fĂŒr mehr als 66 Prozent der User auf Chrome. Allerdings werden immer wieder Datenschutzbedenken laut und Google wird den Ruf nicht los, Nutzern digital nachzustellen.

Was sind die Alternativen? Firefox? Ein Apple-GerĂ€t mit Safari? Opera? Oder doch der gute alte Internet Explorer IE11? Zu Letzterem gibt es leider eine schlechte Nachricht: FĂŒr Microsofts Browser-Urgestein ist im Juni 2022 endgĂŒltig Schluss – es wird aber auch schon vorher dringend davon abgeraten, ihn noch zu verwenden, da er als hochgradig unsicher gilt. Die gute Nachricht lautet: Der Nachfolger Edge hat sich völlig ĂŒberraschend vom Internet-Graus zum Browser-Schmaus entwickelt. Und auch sonst gibt es zahlreiche Chrome-Alternativen, die eine Chance verdient haben. Hier eine Übersicht:

🌐Firefox (Mozilla)

Das Firefox-Logo.
© LEON NEAL

Der 2002 eingefĂŒhrte Firefox von Mozilla wurde in den vergangenen Jahren in Sachen Beliebtheit von Googles Chrome abgelöst, holt aber nach umfangreichen technischen Weiterentwicklungen wieder in großen Schritten auf. Mittlerweile gibt es alle vier Wochen eine neue Firefox-Version mit den neuesten Updates.

Außerdem ist der Tracking-Schutz standardmĂ€ĂŸig eingeschaltet. Das heißt, Skripte, Tracking-Cookies, Krypto-Miner und Fingerprinting-Techniken werden blockiert. Es gibt unzĂ€hlige Erweiterungen und Firefox hat einen passablen Passwort-Manager, der auch vor Leaks warnt. Mozilla setzt bei der technischen Weiterentwicklung ĂŒbrigens weiterhin auf eigenes Know-How.

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🌐 Brave

Ein neuer Ansatz: Brave-Nutzer können sich fĂŒrs Surfen belohnen lassen.
© Thomas Böhm

Alle Fans von Chrome, die sich nicht gerne an einen neuen Browser gewöhnen möchten und zudem hohen Wert auf Datenschutz legen, sollten sich einmal Brave anschauen. Auch er basiert auf dem Chromium-GerĂŒst (Chromium ist die Open-Source-Variante von Chrome), war aber in mehreren Tests einschlĂ€giger Magazine schneller als Chrome. Der Browser hat außerdem einen Tracking-Schutz integriert und kann einzelne Tabs mit Anbindung ans Tor-Netzwerk öffnen (ohne einen eigenen Tor-Browser installieren zu mĂŒssen). Als Standard-Suchmaschine ist DuckDuckGo hinterlegt, was fĂŒr hohe PrivatsphĂ€re sorgt.

Mit einem Werbeblocker werden Anzeigen und Tracker blockiert. Wer sich dafĂŒr entscheidet, dass Werbung eingeblendet wird, wird dafĂŒr mit der KryptowĂ€hrung Basic Attention Token bezahlt. Ein Teil geht an den User, ein Teil geht, anonym, an die Seiten, die man besucht.

Einziges Manko bei Brave: Es kann sein, dass manche Seiten nicht perfekt funktionieren, ohne dass man gewisse Einstellungen Àndert. Das liegt am hohen Datenschutz, der Webseiten den Zugriff auf gewisse Funktionen verbietet. Sollte eine Seite einmal nicht funktionieren, ist es daher ratsam, immer einen zweiten Browser als Backup zu haben. So lassen sich Datenschutz und Nutzerfreundlichkeit eigentlich gut verbinden.

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🌐 Chrome (Google)

Ein Vorteil von Chrome: Er lÀuft auf allen GerÀten.
© AFP

Googles seit 2008 verfĂŒgbarer Chrome ist dank seiner Arbeitsweise nach wie vor der schnellste Browser, aber beim Datenschutz lĂ€sst er zu wĂŒnschen ĂŒbrig (auch im Inkognito-Modus). Wer kein Problem damit hat, dass Google Daten sammelt (durch die Vernetzung mit dem Google-Konto), ist vermutlich gut aufgehoben.

Chrome ist allerdings ein RAM-Vernichter. Ein Test von Chip.de hat ergeben, dass der Browser im Leerlauf mit 30 geöffneten Tabs fast 2 Gigabye RAM frisst. FĂŒr GerĂ€te mit kleinem Arbeitsspeicher ist das womöglich ein Problem.

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🌐 Opera

Auch Opera basiert mittlerweile auf der Chromium-Engine und ist Ă€hnlich schnell wie Chrome. Der Browser ist ĂŒbersichtlich und hat einen (nicht standardmĂ€ĂŸig eingeschalteten) Tracking-Schutz und ein eingebautes VPN-Tool, das ideal fĂŒr die Nutzung mit einem Hotspot ist.

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🌐 Edge (Microsoft)

Lang ist es her: Der Internet-Explorer von Windows wurde 1995 vorgestellt.
© dpa

Als Edge 2015 als Nachfolger des Windows-Sandardbrowsers Internet Explorer angepriesen wurde, hielt sich die Begeisterung der Nutzer in Grenzen. Auch die Tatsache, dass der Browser auf Windows-10-GerĂ€ten vorinstalliert war, Ă€nderte daran nichts. Viele öffneten Edge lediglich, um einen anderen Browser herunterzuladen. Zudem wurde Edge auf Ă€lteren GerĂ€ten ĂŒberhaupt nicht unterstĂŒtzt.

Doch die Zeiten haben sich geĂ€ndert – und damit auch Microsoft. Anstatt weiter Geld in die eigene Entwicklung zu stecken, beschloss man, auf die etablierte Chromium-Engine zu setzen. Anfang 2021 wurde der neue Edge auf Chromium-Basis ausgerollt, seit Oktober ist er fester Bestandteil von Windows 10 und lĂ€uft auch auf allen Systemen ab Windows 7 (außerdem auf macOS und Linux).

Mittlerweile kann Edge Browsern wie Chrome oder Firefox die Stirn bieten. Dank Chromium-Unterbau ist er beinahe gleich schnell wie Chrome und schneller als Firefox. Außerdem hat der neue Edge einen voreingeschalteten Tracking-Schutz, den man noch verschĂ€rfen kann und wer will, kann personalisierte Werbung unterbinden.

Um den Umstieg von einem anderen Browser zu erleichtern, gibt es die Möglichkeit zum Synchronisieren von Lesezeichen, Verlauf und Passwörtern (ĂŒbers Microsoft-Konto). Auch Browser-Erweiterungen lassen sich jetzt etwa aus Chrome importieren. Ein Manko ist die vorinstallierte Bing-Suchmaschine. Die lĂ€sst sich aber manuell Ă€ndern.

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🌐 Safari – nur fĂŒr Apple-GerĂ€te

Der Kompass ist das Markenzeichen von Safari.
© JOHN G. MABANGLO

Die erste Version des Browsers Safari wurde 2003 vorgestellt. Seitdem wurde das Programm stetig weiterentwickelt und kann mittlerweile mit der Konkurrenz mithalten. Safari ist perfekt auf Apple-GerÀte abgestimmt, Lesezeichen, Passwörter und VerlÀufe werden in der iCloud gespeichert und dadurch mit anderen iOS-GerÀten synchronisiert. Dadurch, dass das System von Apple in sich geschlossen ist, ist die Sicherheit hoch. Zudem gibt es automatisch starke Kennwörter und intelligente Tracking-PrÀvention.

Durch das geschlossene System ist die KompatibilitÀt mit Google-Produkten teils eingeschrÀnkt (Chromecast funktioniert beispielsweise mit Safari nicht). Einige Add-ons lassen sich zwar installieren, mit dem Google Chrome Store kann Apple hier aber nicht mithalten.

Nachteil ist die Tatsache, dass es Safari mittlerweile nur noch fĂŒr Apple-GerĂ€te gibt. Das war frĂŒher anders – heute gibt es aber keine Updates mehr fĂŒr alte Windows-Versionen (und neue Versionen soll es nicht geben). Windows-Nutzern wird daher aus SicherheitsgrĂŒnden dringend von der Nutzung oder vom Download einer veralteten Safari-Version abgeraten!

🌐 Vivaldi

Der Browser der norwegischen Firma Vivaldi ist so etwas wie ein Ableger bzw. eine Weiterentwicklung von Opera (der langjĂ€hrige Chef von Opera grĂŒndete nach seinem Abgang die Firma Vivaldi). Der Browser arbeitet auch auf Basis der Chromium-Engine, ist dementsprechend flott und punktet durch seine vielseitig anpassbare BenutzeroberflĂ€che. Wie Tests einiger IT-Portale ergaben, hat der Browser beim Thema Sicherheit aber noch Aufholbedarf (kein Tracking-Schutz, schlechter Passwort-Manager). Pluspunkt: Vivaldi kann mit Chrome-Erweiterungen umgehen. (TT.com/reh)

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📊 Marktanteile der Browser

  • Google Chrome: 62,8 %
  • Apple Safari: 19,3 %
  • Mozilla Firefox: 4,2 %
  • Microsoft Edge: 4,1 %
  • Opera: 2,3 %
  • Internet Explorer: 0,47 %
  • Andere: 6,8 %

Stand Februar 2022, Quelle: https://gs.statcounter.com/

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