Maoistische Rebellen verschleppten in Indien 250 Dorfbewohner

Raipur (APA/AFP) - In indischen Unionsstaat Chhattisgarh haben maoistische Rebellen 250 Dorfbewohner verschleppt. Nach Angaben der örtlichen...

Raipur (APA/AFP) - In indischen Unionsstaat Chhattisgarh haben maoistische Rebellen 250 Dorfbewohner verschleppt. Nach Angaben der örtlichen Behörden vom Samstag entführten die Angreifer die Bewohner des Dorfes Morenga im Bezirk Sukma kurz bevor Premierminister Narendra Modi in der Nähe bei einer öffentlichen Veranstaltung eine Rede hielt.

Ein Abgeordneter sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Entführer hätten ihre Geiseln durch dichtes Waldgebiet in ein Gebirge geführt und hielten sie dort fest. Eine Abordnung sei losgeschickt worden, um mit den Rebellen zu verhandeln. „Wir tun unser Bestes, um ihre Freilassung zu erreichen“, sagte der Abgeordnete. Nach seinen Angaben leisten die Rebellen vor allem gegen den Bau einer Brücke Widerstand, der Sicherheitskräften einen Zugang zur ihren Verstecken verschaffen würde.

Geiselnahmen durch maoistische Rebellen sind in Indien nicht selten, jedoch haben sie zumeist nicht ein solches Ausmaß. In der Regel wollen die Entführer Lösegeld erpressen. Die Aufständischen haben sich den Kampf für die Rechte landloser Bauern auf die Fahnen geschrieben. Ihr bewaffneter Aufstand gegen das „halb-feudale“ und „halb-koloniale“ System in Indien begann 1967.

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