60 Jahre Staatsvertrag - Festakt im Belvedere, Film im Kanzleramt

Wien (APA) - Im Belvedere, an dem Ort, wo vor 60 Jahren der Staatsvertrag unterzeichnet wurde, findet anlässlich dieses Jubiläums am 15. Mai...

Wien (APA) - Im Belvedere, an dem Ort, wo vor 60 Jahren der Staatsvertrag unterzeichnet wurde, findet anlässlich dieses Jubiläums am 15. Mai ein Festakt statt. Neben Ansprachen von Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) wird die Präambel des Österreichischen Staatsvertrages gelesen. Schon am 11. Mai lädt Faymann zur Filmvorführung „Oh du mein Österreich“ ins Kanzleramt.

Österreich musste nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 mehr als zehn Jahre auf die Wiedererlangung seiner vollen Souveränität warten. Am 15. Mai 1955 schließlich unterzeichneten Vertreter der vier Alliiertenmächte und Österreichs Außenminister Leopold Figl das Schriftstück.

Am kommenden Freitag wird zum Festakt in das Obere Belvedere in den Marmorsaal geladen. Die Begrüßung nimmt Kanzleramtsminister Josef Ostermayer (SPÖ) vor, Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) spricht einleitende Worte und nach den Ansprachen der Regierungsspitzen singen Vertreter des Staatsopern-Ensembles in Begleitung des Staatsopern-Orchesters ein Chorstück. Anschließend lesen die Burgtheater Doyens Elisabeth Orth und Michael Heltau die Präambel des Staatsvertrages.

Schon Montagnachmittag wird im Bundeskanzleramt der Film „Oh du mein Österreich“ von Robert Dornhelm und Gabriele Flossmann gezeigt. Dornhelm gestaltete 1975 anlässlich „20 Jahre Staatsvertrag“ eine Dokumentation, mit mehreren Jahrzehnten Abstand widmete sich der Regisseur zum 60. Jubiläum wieder dem Thema. Aus den Begegnungen und Gesprächen mit Freunden, Weggefährten und Zeitzeugen entstand eine „subjektive Collage und ein sensibles Stimmungsbarometer der Zweiten Republik, das sich auf ganz intime Weise mit dem Phänomen Heimat auseinandersetzt“, wie es in einer ORF-Unterlage heißt. Geladen sind zur Veranstaltung im Kanzleramt unter anderem die Schauspielerin Ursula Strauß, der Regisseur Stefan Ruzowitzky oder Song Contest Siegerin Conchita Wurst.


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