Griechenland - Euro-Finanzminister bewerten am Montag Fortschritte

Athen (APA/dpa) - Die Euro-Finanzminister wollen am Montag Fortschritte in den Verhandlungen über ein griechisches Reformpaket bewerten. Ein...

Athen (APA/dpa) - Die Euro-Finanzminister wollen am Montag Fortschritte in den Verhandlungen über ein griechisches Reformpaket bewerten. Eine endgültige Abmachung zum Reformplan sei nicht geplant, berichteten Diplomaten am Wochenende in Brüssel. Das Paket ist Voraussetzung für das Auszahlen von 7,2 Mrd. Euro Hilfsgeldern an das akut pleitebedrohte Land.

Deutschlands Finanzminister Wolfgang Schäuble sicherte dem Krisenland erneut Hilfe zu. Die deutsche Regierung werde „alles tun, um Griechenland unter verantwortbaren Konditionen in der Eurozone zu halten“, sagte der CDU-Politiker der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung/FAS“. „An uns darf das nicht scheitern.“ Er sei sich dabei mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) völlig einig.

Es kursieren Listen mit möglichen Vorschlägen der Regierung des linken griechischen Premiers Alexis Tsipras, um in dem seit Wochen dauernden Tauziehen doch noch einen Kompromiss zu finden. Es geht dabei unter anderem um Renten und Steuern.

Eine umstrittene Immobiliensteuer, die eigentlich zurückgenommen werden sollte, könnte in diesem Jahr mehr als 2,5 Mrd. Euro einbringen. Auch Touristen könnten laut Athener Angaben in die Pflicht genommen werden. Auf 22 der wichtigsten Ägäis-Inseln soll eine bis zu fünf Euro hohe Sondersteuer je Übernachtung erhoben werden.

TT-ePaper gratis lesen

Die Zeitung jederzeit digital abrufen, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.

TT ePaper

Vor dem Treffen werden die Minister von elf EU-Staaten, darunter sind Deutschland und Frankreich, über die geplante Einführung einer Steuer auf Finanztransaktionen beraten. Endgültige Entscheidungen werden nicht erwartet.


Kommentieren