Burgenland-Wahl - Regina Petrik könnte grüne Geschichte schreiben

Eisenstadt (APA) - Regina Petrik tritt an, um das grüne Singledasein im Burgenländischen Landtag zu beenden. Seit November 2013 Spitzenkandi...

Eisenstadt (APA) - Regina Petrik tritt an, um das grüne Singledasein im Burgenländischen Landtag zu beenden. Seit November 2013 Spitzenkandidatin für die Landtagswahl am 31. Mai, will sie drei Mandate erreichen und damit den Klubstatus zurückholen. Mit einem Einzug in die Landesregierung - der aufgrund der Abschaffung des Proporzes möglich wäre - könnte sie im Burgenland grüne Parteigeschichte schreiben.

Petrik kam am 9. November 1963 zur Welt. In Wien besuchte sie das BORG für Studierende der Musik und studierte Erziehungswissenschaften. Danach absolvierte sie eine Weiterbildung an der Akademie für Sozialmanagement. Von 2009 bis November 2010 war Petrik Vizepräsidentin der Katholischen Aktion Österreichs.

Ihr Kontakt zu den Grünen begann sich zu festigen, als sie einmal nach einer Podiumsdiskussion einen Mandatar ansprach. Im November 2010 wurde sie praktisch als Quereinsteigerin Landesgeschäftsführerin der burgenländischen Grünen. Gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Michel Reimon sollte sie die „Verbreiterung der Landesorganisation vorantreiben“.

2012 managte Petrik den Gemeinderatswahlkampf der Grünen. In Eisenstadt zog sie selbst in den Gemeinderat ein. Bereits im März 2012 hatte sie zudem die Funktion der Landessprecherin übernommen. Im November 2013 wurde sie zur Spitzenkandidatin für die Landtagswahl gekürt.

Mit einer nicht alltäglichen Aktion sorgte Petrik im Vorjahr für Aufsehen, als sie sich entschloss, zehn Monate in zehn verschiedenen Jobs - vom Supermarkt bis zum Kindergarten -zu arbeiten. Ihren Beruf als Landesgeschäftsführerin hatte sie zuvor beendet. Die bei ihrer „Jobtour“ gewonnenen Erfahrungen und den damit verbundenen „Perspektivenwechsel“ will sie auch künftig immer wieder auffrischen, um nicht die Bodenhaftung zu verlieren, wie sie selbst sagt.

Trotz ihres hohen Arbeitspensums engagiert sich Petrik weiterhin in der Pfarre in Kleinhöflein und hält einmal im Monat einen Wortgottesdienst ab. Die Grünpolitikerin ist öfters mit dem E-Bike unterwegs, interessiert sich für American Football und hat Spiele auch schon live mitverfolgt.

Im Wahlkampf sei sie auch manchmal müde - zum Beispiel, wenn sie um 4.30 Uhr aufstehe, um an einem Pendlerfrühstück teilzunehmen, verrät Petrik. Eine „Extramotivation“ brauche sie dennoch keine, weil sie das Zusammensein mit den Leuten, die ihr erzählen, was sie für Sorgen haben oder sagen, was sie gut finden, motiviere. Wahlkampf sei für sie „gleichzeitig anstrengend und belebend“.

~ WEB http://www.gruene.at ~ APA086 2015-05-10/11:00


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