Etwas höhere Beteiligung bei Südtiroler Gemeinderatswahlen

Bozen (APA) - Die Beteiligung an den Südtiroler Bürgermeister- und Gemeinderatswahlen hat am Sonntag im Vergleich zum Urnengang 2010 vorerst...

Bozen (APA) - Die Beteiligung an den Südtiroler Bürgermeister- und Gemeinderatswahlen hat am Sonntag im Vergleich zum Urnengang 2010 vorerst etwas zugenommen. Bei sonnigem Frühlingswetter und in Bozen bis zu 28 Grad erwarteten Temperaturen schritten bis 11.00 Uhr 18,4 Prozent zu den Urnen. 2010 waren es zu diesem Zeitpunkt 17,6 Prozent.

Gewählt wird in den 456 Sprengeln noch bis 21.00 Uhr. Dann beginnt das Stimmenauszählen.

Gewählt wurde in 109 der 116 Südtiroler Gemeinden. In den übrigen hatte bereits 2014 eine Wahl stattgefunden.

381.033 Wahlberechtigte entscheiden bis 21.00 Uhr über die Verteilung von 1.785 Sitzen, um die sich 4.336 Kandidaten bewerben. 2010 lag die Wahlbeteiligung bei 74,7 Prozent.

Die SVP stellt bisher in 101 der 109 Orten den Gemeindechef. Die Zahl der kandidierenden Listen hat sich verringert. Waren es 2010 noch 381, so treten heuer nur mehr 331 Gruppierungen an. Die SVP stellt nach eigenen Angaben bisher 57,4 Prozent der Sitze.

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Die stärkste Oppositionspartei im Landtag, die Freiheitlichen, sind in 25 Gemeinden mit 131 Kandidaten präsent, die „Süd-Tiroler Freiheit“ in 24 Orten mit 139 Kandidaten. Die Grünen kandidieren in vier Orten mit 83 Kandidaten, die BürgerUnion mit 16 Kandidaten in sieben Orten.

Bei der italienischen Sprachgruppe gilt das Interesse den größeren Gemeinden des Landes. Nur vier Orte (Bozen, Meran, Leifers und Brixen) haben mehr als 15.000 Einwohner. Dort entscheidet dann eine Stichwahl in 14 Tagen, sollte keiner der Bürgermeisterbewerber mehr als 50 Prozent erreichen. In den kleineren Gemeinden reicht die relative Mehrheit.

In der Landeshauptstadt, in der die deutschsprachige Volksgruppe die Minderheit ist, verzichtete die SVP auf einen eigenen Bürgermeisterkandidaten. Der seit 2005 amtierende Bürgermeister Luigi Spagnolli, der neben seiner Bürgerliste und der SVP von weiteren drei Listen unterstützt wird, sieht sich acht Mitbewerbern gegenüber.

In Sterzing im Wipptal steht ein weiteres spannendes Match an: Dort kandidiert der langjährige SVP-Bürgermeister Fritz Karl Messner mit einer eigenen Bürgerliste gegen seine frühere Partei. Die SVP schickt dort Dietrich Thaler ins Rennen.


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