Nach kurzem Frust heißt es bei Wacker wieder positiv denken

Nach dem 0:0 gegen den FAC hat der FC Wacker im Abstiegskampf vier Runden vor Schluss vier Punkte Vorsprung. Am Montag geht’s nach Hartberg.

Der FC Wacker ließ gegen den FAC auch die besten Einschussmöglichkeiten aus.
© Gepa

Von Alex Gruber

Innsbruck – Es wäre nach diesem Spielverlauf der Gipfel der Ungerechtigkeit gewesen, hätte FAC-Angreifer Mirnel Sadovic in Minute 94 am Innsbrucker Tivoli noch zum 1:0-Auswärtssieg für die destruktiven Gäste getroffen. Gottlob strich sein Schlenzer knapp drüber und auch am Kasten von Pascal Grünwald vorbei.

Die Enttäuschung war nach einer erneuten Nullnummer und nach einem wahren Powerplay, vor allem in Durchgang zwei von der 45. bis zur 75. Minute, spürbar in den Katakomben des FC Wacker. Es hätten zwei wertvolle Punkte im Abstiegskampf mehr sein können

müssen.

„Nach dem Spiel war die Enttäuschung groß und das Glas eher halb leer. Nachdem ich darüber geschlafen habe, betrachte ich das Glas jetzt wieder als halb voll!“, sprach Wacker-Trainer Klaus Schmidt am gestrigen Tag. Jammern nützt nichts, am Montag geht es ja schon in Hartberg mit dem nächsten Endspiel beim Tabellenschlusslicht weiter. „Wir müssen das Positive mitnehmen, wie wir das in den letzten Wochen immer getan haben. Ich hoffe, das gelingt uns“, schloss Schmidt vor der Abreise in die Steiermark.

Routinier Peter Hlinka blies ins selbe Horn wie der Trainer: „Zum Schluss haben wir zu viele lange Bälle gespielt und ihnen in die Karten gespielt. Aber in Summe spielen wir momentan guten Fußball. Wir dürfen nicht alles negativ sehen und müssen die Punkte jetzt woanders holen.“ Am besten schon morgen. Schmidt kann personell aus dem Vollen schöpfen.

Meistertitel: Der SV Mattersburg hatte den Meistersekt in Pasching beim Match gegen den LASK schon gefühlt in der Hand, ehe der Ausgleich in der Nachspielzeit die Party verschob. Bei zehn Punkten Vorsprung vier Runden vor Schluss ist aber alles so gut wie in trockenen Tüchern. Nach dem Beinahe-Abstieg in der Vorsaison bedankt sich Coach Ivica Vastic bei den Burgenländern wohl mit dem Wiederaufstieg in die Bundesliga. Die beiden Topscorer Markus Pink (17 Tore) und Karim Onisiwo (16) tragen daran maßgeblichen Anteil. Genau so ein Torgarant fehlt dem FC Wacker in dieser Spielzeit. Nützt nichts, weitermachen.


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