Blick aus dem All und Nachtwölfe: Splitter zur Moskauer Militärparade

Mit der größten Militärparade seiner Geschichte hat Russland den Sieg der Sowjetunion über Hitlerdeutschland vor 70 Jahren gefeiert. Es folgt eine Dokumentation einiger interessanter Nebenaspekte der Gedenkveranstaltung.

Mehr als 16.000 Soldaten nahmen an der Parade teil.
© RIA NOVOSTI POOL

Ruhe: Erstmals begann die Militärparade mit einer Schweigeminute für Kriegsopfer. Statt des Lärms von Soldatenstiefeln und Panzerketten lag kurz eine eindrucksvolle Stille über dem riesigen Platz am Kreml.

Langer Marsch: Den wohl weitesten Fußweg nach Moskau hatte der 76-jährige Grigori Tepojan. Der rüstige Veteran ist vor 46 Tagen von der armenischen Metropole Eriwan losmarschiert - rund 2.200 Kilometer.

Blick von oben: Die pompöse Militärparade war sogar vom All aus zu sehen. Auf Fotos seien Panzer und Soldaten klar zu erkennen, teilte die Verwaltung der russischen Weltraumsatelliten mit.

Flugpause: Der Luftraum über Moskau wurde für fast eine Stunde gesperrt. Auf den drei internationalen Flughäfen gab es keine Starts und Landungen. Grund: An der Parade nahmen Dutzende Kampfjets teil.

Unterirdisch: In 179 Stationen der Moskauer Metro laufen seit Tagen Gedichte über den Zweiten Weltkrieg vom Tonband. Die patriotischen Werke wurden von bekannten Schauspielern eingesprochen.

In Freiheit: Im Zuge einer Ende April beschlossenen Massenamnestie hat Russland bisher etwa 2.200 Häftlingen die Reststrafe erlassen. Insgesamt soll die Initiative bis zu 400.000 Verurteilte betreffen.

Ausgezeichnet: In der sibirischen Stadt Omsk wurde der 105-jährige Akim Pokatilo als ältester Veteran Russlands mit einem Orden geehrt.

Bunt: Mit rund 10.000 Raketen malten die Organisatoren zum Abschluss der Feiern ein buntes Feuerwerk in den Moskauer Nachthimmel.

Bild: Ein 17 Meter breites und 19 Meter hohes Fassadenporträt von Marschall Georgi Schukow erinnert in Moskau an den sowjetischen Generalstabschef, der 1945 in Berlin die Kapitulation entgegennahm.

Roter Wein des Sieges: Für Kriegsveteranen und andere Gäste hatte der Kreml Wein in 7.000 Flaschen abfüllen lassen. Der Tropfen stammt von der im vergangenen Jahr von Russland einverleibten Halbinsel Krim.

Biker: Bei der Siegesfeier fuhren auch Rocker des Motorradclubs „Nachtwölfe“ über den Roten Platz. Die Biker hatten mit einer umstrittenen Tour von Moskau nach Berlin für Aufsehen gesorgt. (dpa)

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Russlands Präsident Wladimir Putin bei seiner Ansprache am Roten Platz.

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Mehrere BUK-Raketenabwehrsysteme Russlands fahren auf.

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