Plus

„Nur Dämme sind zu wenig“

Hochwasser hält sich nicht an Grenzen. Deshalb müssten die Gemeinden an einem Strang ziehen. Davon ist noch wenig zu spüren. Wer Retentionsfläche hat, wird entschädigt.

© land

Von Anita Heubacher

Innsbruck –Damit Wörgl nicht wieder baden geht, braucht es in Kundl und Radfeld Retentionsflächen. Felder, wo sich ein Hochwasser ausbreiten und „geparkt“ werden kann. Als Retentionsfläche ausgewiesen, lässt sich ein Acker nicht mehr als Baugrund verkaufen. Das reibt nicht nur die Bauern, sondern auch die Gemeinden auf. Die Bürgermeister befürchten, die Gemeinden könnten sich nicht mehr ausdehnen. Eben- das ist aber an allen Ortsrändern passiert. Das Unterinntal ist dicht besiedelt, da trifft der Hochwasserschutz umso mehr. 4400 Gebäude stehen in roten oder gelben Zonen. Wenn das Hochwasser kommt, sind 360 Hektar Siedlungs- und Gewerbegebiet in Gefahr.


Kommentieren


Schlagworte