Britische Regierung erwägt Verkauf von RBS-Anteilen

Edinburgh (APA/Reuters) - Das britische Finanzministerium prüft einem Medienbericht zufolge den vorzeitigen Verkauf von Anteilen an der Roya...

Edinburgh (APA/Reuters) - Das britische Finanzministerium prüft einem Medienbericht zufolge den vorzeitigen Verkauf von Anteilen an der Royal Bank of Scotland (RBS). Dabei nehme Finanzminister George Osborne auch einen Verlust in Kauf, berichtete die „Sunday Times“. Auch von Lloyds-Aktien wolle sich die Regierung im Zuge eines beschleunigten Ausstiegs aus ihren Beteiligungen im Finanzsektor trennen.

In der Finanzkrise 2008/09 hatte Großbritannien die beiden Institute mit milliardenschweren Finanzspritzen vor dem Kollaps bewahrt.

Bereits im Jänner hatte Osborne betont, nach der Parlamentswahl, die der konservative Premierminister David Cameron am Donnerstag überraschend klar gewonnen hat, eine schnelle Entscheidung bezüglich des Verkaufs von RBS-Anteilen treffen zu wollen. Allerdings benötige es eine Menge an Überzeugungsarbeit, das Ansinnen der Regierung fallenzulassen, zumindest ihren Einsatz bei der Rettung der RBS wieder herauszuholen. Die Regierung hält 80 Prozent an der Bank, die sie in der Finanzkrise mit einem 45 Mrd. Pfund (aktuell 61,81 Mrd. Euro) schweren Rettungspaket vor dem Untergang bewahrt hatte.

Bereits Mitte April hatten die britischen Konservativen für den Fall eines Wahlsieges den Verkauf von Aktien des Finanzkonzerns Lloyds an Kleinanleger angekündigt. Die Regierung hatte Lloyds während der Finanzkrise mit rund 20 Milliarden Pfund unter die Arme gegriffen und dafür 43 Prozent des Konzerns übernommen. Rund die Hälfte davon hat sie inzwischen an Großinvestoren weiterverkauft.

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~ ISIN GB0007595738 WEB http://www.rbs.com/ ~ APA181 2015-05-10/14:51


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