Bluttat im Schweizer Aargau - Schwiegereltern gezielt getötet

Würenlingen/Bern (APA/dpa) - Weitere Einzelheiten sind am Sonntagnachmittag zu dem Blutbad im Schweizer Aargau in der vorangegangenen Nacht ...

Würenlingen/Bern (APA/dpa) - Weitere Einzelheiten sind am Sonntagnachmittag zu dem Blutbad im Schweizer Aargau in der vorangegangenen Nacht bekannt geworden. Der 36-jährige Täter hatte laut Polizei das Wohnhaus seiner Schwiegereltern in Würenlingen gezielt aufgesucht und die beiden sowie seinen anwesenden Schwager getötet. Beim vierten Todesopfer handelte es sich um einen Nachbarn der erschossenen.

Die Polizei war in der Nacht auf Sonntag mit einem Großaufgebot, darunter auch einer schwer bewaffneten Spezialeinheit, in der 4.000-Einwohner-Gemeinde im Einsatz gewesen. Anrainer hatten gegen 23.00 Uhr Schüsse gehört und die Behörden alarmiert. Da bald feststand, dass sich der Täter selbst gerichtet habe, hätten die Behörden „eine weitere Gefährdungslage ausschließen können, insbesondere auch einen terroristischen Hintergrund“, sagte Polizeisprecher Michael Leupold am Sonntag.

Der Tatort liegt in einer ruhigen Wohngegend. Der 36-Jährige habe das Wohnhaus seiner Schwiegereltern gezielt aufgesucht und im Haus die drei Anwesenden mit jeweils mehreren Schüssen aus einer Faustfeuerwaffe getötet, hieß es weiter. Nach Verlassen des Tatorts sei ihm der Nachbar begegnet. Er wurde vor seinem Haus erschossen. Täter sowie alle Opfer sind Schweizer.

Der 36-Jährige habe keinen Waffenschein besessen. Bei dem Schützen habe es erst im April eine Hausdurchsuchung gegeben. Dabei seien aber keine Waffen gefunden worden, teilte die Polizei weiter mit. Die gesamte Familie war seit längerem „fürsorgerisch“ untergebracht. Was das heißt, konnten die Fahnder zunächst nicht genau sagen.

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