Präsidentenwahl in Polen begann eher verhalten

Warschau (APA/dpa) - In Polen wird am Sonntag ein neuer Präsident gewählt. Wie die Staatliche Wahlkommission am frühen Nachmittag in Warscha...

Warschau (APA/dpa) - In Polen wird am Sonntag ein neuer Präsident gewählt. Wie die Staatliche Wahlkommission am frühen Nachmittag in Warschau mitteilte, begann der Urnengang eher verhalten. Bis in die Mittagsstunden betrug die Wahlbeteiligung 14,6 Prozent. Das Votum verlief bis zum Nachmittag störungsfrei, die Wahllokale schließen um 21.00 Uhr.

Rund 30 Millionen Polen waren zur Wahl aufgerufen und mussten sich unter elf Kandidaten entscheiden, darunter auch Amtsinhaber Bronislaw Komorowski. Umfrageergebnisse vor dem Votum deuteten darauf hin, dass keiner der Bewerber auf Anhieb mehr als 50 Prozent der Stimmen erreichen würde. Das würde eine Stichwahl der beiden Bestplatzierten am 24. Mai wahrscheinlich machen.

Die Präsidentenwahl läutete in Polen ein Superwahljahr ein. Neben einem möglichen zweiten Wahlgang zur Entscheidung über das höchste Staatsamt stehen im Herbst Parlamentswahlen auf dem Programm.

Die Wahlen am Sonntag wurden deshalb auch als Trendmesser gewertet: Als aussichtsreichster Kandidat galt neben Komorowski, dem die polnische Verfassung eine zweite Amtszeit erlaubt, der Jurist Andrzej Duda. Während Komorowski von der liberalkonservativen Regierungspartei Bürgerplattform (PO) unterstützt wird, hat Duda die nationalkonservative Partei „Recht und Gerechtigkeit“ (PiS) hinter sich.

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Die PiS ist die größte Oppositionspartei in Polen. Sie stellte bis 2010 den Amtsvorgänger Komorowskis, Präsident Lech Kaczynski. Kaczynski kam bei einem Flugzeugunglück über dem russischen Smolensk im April 2010 ums Leben, bei dem insgesamt 96 Menschen starben.


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