Türkischer Ministerpräsident besuchte Mausoleum in Syrien

Damaskus/Ankara (APA/Reuters) - Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu hat am Sonntag für einen Besuch einer historisch bedeutungsv...

Damaskus/Ankara (APA/Reuters) - Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu hat am Sonntag für einen Besuch einer historisch bedeutungsvollen Grabstätte nach eigenen Angaben kurz die Grenze nach Syrien überschritten. Mit seiner Visite am Mausoleum von Suleiman Shah, der als Großvater des Gründers des Osmanischen Reiches gilt, dürfte er für Verärgerung im benachbarten Bürgerkriegsland sorgen.

Im Februar hatten türkische Soldaten das Grabmal in einem nächtlichen Militäreinsatz innerhalb Syriens verlegt - von seinem ursprünglichen Standort rund 30 Kilometer im Landesinneren zu einem Platz wenige hundert Meter hinter der türkisch-syrischen Grenze. Die Regierung in Damaskus bezeichnete den Vorstoß als „schamlose Aggression“. Zum Hintergrund des jüngsten Besuchs gab es zunächst keine weiteren Informationen.

Die Türkei trennt eine 900 Kilometer lange Grenze von Syrien. Die Regierung in Ankara steht dem syrischen Präsidenten Bashar al-Assad kritisch gegenüber. Das NATO-Land hat eine führende Rolle in den von den USA geleiteten Einsätzen in Syrien aber abgelehnt. Mit dem Vormarsch zur Verlegung des Mausoleums drangen im Februar erstmals türkische Truppen nach Syrien vor, seit dort vor vier Jahren der Bürgerkrieg ausgebrochen war. An dem Einsatz waren mehrere hundert Soldaten sowie Panzer und Aufklärungsflugzeuge beteiligt.

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