Nervosität vor Song Contest: „Größte Veranstaltung des ORF“

Kurz vor dem Song Contest in Wien laufen die letzten Vorbereitungen auf Hochtouren und Spannung macht sich breit.

Die Vorbereitungen für den ESC liegen im Zeitplan.
© APA/Herbert Neubauer

Wien – Was in der katholischen Kirche die Papstwahl, ist in der europäischen Fernsehunterhaltung die Ausrichtung des Eurovision Song Contests - zumindest wenn man nach Alexander Wrabetz geht: „Wir sind Song Contest“ paraphrasierte der ORF-Generaldirektor am Mittwoch vor der Presse die Jubelschlagzeile der deutschen BILD-Zeitung nach der Wahl Papst Benedikts. Trotzdem sei er momentan ein bisschen nervös.

„Aber das ist so eine ergriffene Nervosität“, unterstrich der Fernsehchef. Schließlich sei er sicher, dass alles gut gehe. Dennoch bleibe zu konstatieren: „Es ist zweifellos die größte Veranstaltung, die der ORF je durchgeführt hat.“ Dies betreffe schon allein die Zahl der Menschen, die für das Event arbeiten würden: „Allein im Komplex der Wiener Stadthalle werden es an die 3000 sein.“

Hinzu kommt, dass der ORF derzeit nicht nur Song Contest ist, sondern auch am morgigen Donnerstag das Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker in Schönbrunn überträgt, am Freitag das Red Ribbon Celebration Concert des Life Ball im Burgtheater aufzeichnet, dann vom Life Ball selbst am Samstag berichtet und am Sonntagvormittag die Matinee „Pop meets Opera“ in der Staatsoper mitschneidet.

Dennoch bleibe der ESC natürlich etwas ganz Besonderes. „Das ist ein Gefühl, das man erfahrungsgemäß nur alle 50 Jahre haben kann“, unterstrich Wrabetz - was natürlich nicht bedeute, dass man den Makemakes als heurigen Österreich-Vertretern keinen Sieg wünsche.

Etwas zurückhaltender zeigte sich da der aufs Budget achtende ORF-Finanzdirektor Richard Grasl: „Als gastfreundliches Land können wir ruhig jemand anderen gewinnen lassen.“ Ein Platz 2 sei auch gut. Aber natürlich könnte man im Fall der Fälle auch den ESC 2016 ausrichten.

Volles Engagement verlangt der Song Contest derzeit auch von ESC-Eventmanager Pius Strobl, der für ESC-Fans, die keine Hallenkarten haben, eine Empfehlung hat: „Ich würde eine private Party machen, wenn ich nicht da sein müsste. Und mich danach betrinken.“ Allerdings werde es die letzten Stehplatzkarten zum Normalpreis auch noch kurz vor der Show geben.

Weniger Party im Vorfeld gibt es hingegen für die drei Moderatorinnen des Events, Mirjam Weichselbraun, Alice Tumler und Arabella Kiesbauer. So dürfen die drei Showladys einige Tage vor dem Event nicht mehr das Gleiche essen - um etwa gleichzeitige Lebensmittelvergiftungen auszuschließen. (APA)


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