Wien prüft Vorwürfe umfassend
Pfunds, Tösens – Gegen den Betreiber des Gemeinschaftskraftwerks Inn, die GKI GmbH, läuft ein Verfahren bei der Korruptionsstaatsanwaltschaf...
Pfunds, Tösens –Gegen den Betreiber des Gemeinschaftskraftwerks Inn, die GKI GmbH, läuft ein Verfahren bei der Korruptionsstaatsanwaltschaft in Wien – die TT berichtete. Ob es zu einer Anklage wegen Bestechlichkeit kommt, sei noch immer offen, sagte am Donnerstag Norbert Hauser, Sprecher der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft. „Der Personenkreis, den wir zu den Vorwürfen befragen, ist groß“, erläuterte Hauser, „es geht nicht nur um die politischen Mandatare in den Gemeinden“. Möglicherweise entscheide die Behörde bezüglich Anklage im Herbst.
Von der GKI GmbH hieß es gestern dazu: „Zum Ermittlungsstand liegen uns keine Informationen vor.“ Es habe bisher auch keine Einvernahmen von GKI-Entscheidungsträgern gegeben. Beim Baulos Ovella (Unterengadin), wo die Wasserfassung bzw. Wehranlage entstehen soll, haben die Bauarbeiten noch nicht begonnen. Sehr wohl aber sind Spezialtrupps mit der Sicherung eines großen, offenbar instabilen Steilhanges am rechten Innufer beschäftigt. „Die Steinschlagsicherungsarbeiten in diesem Bereich konnten dort vor Wintereinbruch nicht abgeschlossen werden“, teilte die GKI GmbH mit. Derzeit würden die Sicherungsarbeiten fortgesetzt und nach Abschluss werde mit dem Bau der Wehranlage begonnen. Die geologischen Verhältnisse seien „wie vorhergesehen“. Eine Umplanung werde es nicht geben.
Im Zusammenhang „mit Ermittlungen zum angeblichen Fischsterben“ (vom November 2014) habe es keinen Kontakt der Behörde zum GKI gegeben, hieß es in der Mitteilung. ( hwe)