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Längenfeld investiert 5,4 Mio. Euro in Kläranlage

Die Inbetriebnahme der neuen Kläranlage zog zahlreiche Interessierte an. Mit Hilfe moderner Technik werden 40.000 Liter Heizöl eingespart.

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Von Thomas Ploder

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Längenfeld –Nach dreijähriger Bauzeit und der Segnung durch Dekan Stefan Hauser konnte nun die um- und ausgebaute Kläranlage der Gemeinde Längenfeld offiziell ihrer Bestimmung übergeben werden. „Die Umbauarbeiten während laufenden Betriebs und unter Einhaltung aller Auflagen bedeuteten eine besondere Herausforderung“, betonte Planer Thomas Sprenger, „mit Schläuchen mussten zahlreiche Provisorien eingerichtet werden, wobei wir nach Defekten im Keller dreimal massiv im Klärschlamm standen.“

Die an ihre Grenzen gestoßene alte Anlage musste die Abwässer der 4400 Einwohner, der Gewerbebetriebe, von Gastronomie und Hotellerie und vor allem der Tirol Therme Aqua Dome verarbeiten. Die neue Anlage wurde auf 20.000 Einwohnergleichwerte dimensioniert und sollte damit für die nächsten Jahrzehnte ausreichen. Durch die anfallenden Gärgase aus dem Klärschlamm können Kläranlage und Bauhof beheizt werden, wodurch bis zu 40.000 Liter Heizöl eingespart werden. Alle Anlagenteile wurden komplett eingehaust. Dadurch lässt sich die gesamte Kläranlage auf kleinster Fläche über mehrere Ebenen anordnen.

„Die 5,4 Mio. Euro an Gesamtkosten der Anlage wurden durch 1,5 Mio. Euro an Bedarfszuweisungen des Landes, Förderungen des Bundes und öffentlicher Einrichtungen, dem laufenden Budget der Gemeinde und Darlehen finanziert“, berichtete BM Ralf Schonger, „dennoch werden die Bürger nicht durch Erhöhungen der derzeitigen Gebühren zusätzlich belastet.“ BH Raimund Waldner lobte die Vorreiterrolle Längenfelds. „Bereits vor 35 Jahren, als beispielsweise Mailand seine Abwässer noch ungeklärt in den Fluss leitete, errichtete Längenfeld die erste Kläranlage, die nun durch den Umbau auf neuesten Stand gebracht wurde“, betonte der Bezirkshauptmann, „wie in ganz Tirol, bis hinauf zu den höchsten Almhütten alle Abwässer gesammelt und gereinigt werden.“

Etwas unschlüssig suchte Dekan Stefan Hauser nach einer Bibelstelle, die für die Segnung einer Kläranlage passen könnte. Da sprang ihm BH Raimund Waldner hilfreich zur Seite. „Nimm doch die Stelle mit der Wandlung von Wasser in Wein“, so der Bezirkshauptmann, „weil er sich sicher leichter tut, wenn das Wasser vorgereinigt ist.“


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