Selbstläufer mit 108 Kilometern

Der neue Weitwanderweg durch die Kitzbüheler Alpen ist ein großer Erfolg. Bereits im zweiten Jahr seines Bestehens ist das „KAT-Walk“-Angebot nahezu ausgebucht.

© Angerer Harald

Von Harald Angerer

Westendorf –Einen Volltreffer scheinen die Tourismusverbände der Kitzbüheler Alpen mit ihrem Weitwanderweg KAT-Walk gelandet zu haben. In sechs Etappen führt der Weg von Hopfgarten über Kelchsau, Windau und Aschau nach Kitzbühel, St. Johann, Fieberbrunn und zu den Bergen jeweils dazwischen.

Über 108 Kilometer Länge und 6500 Höhenmeter sind von den Wanderern zurückzulegen. Kein Hindernis, im Gegenteil: ein großer Anreiz. „Das Weitwandern erlebt gerade einen großen Aufschwung und mit dem KAT-Walk liegen wir da genau richtig“, schildert Stephan Banach, Ortsstellenleiter des TVB Brixental in Westendorf und Koordinator des KAT-Walks innerhalb der TVB.

Bereits im ersten Jahr wurden 129 Wanderer auf dem Weitwanderweg verbucht, heuer sind es schon jetzt über 500 fix gebuchte Gäste. Das Angebot läuft zur Gänze über die Tourismusverbände. So können die Wanderer ein Gesamtpaket mit Übernachtung, Halbpension und Gepäcktransport zum nächsten Etappenort buchen. Im Vorjahr war die Wanderung nur mit Start am Samstag möglich. Aufgrund des großen Andrangs werden nun auch Freitag, Sonntag und Dienstag als Starttage angeboten.

Vor allem der Gepäcktransport ist eine logistische Herausforderung. „Das haben am Anfang die Unterkünfte selbst übernommen, nun haben wir ein Taxiunternehmen, welches das Gepäck liefert“, schildert Bannach. Mit den 500 Personen kommt der KAT-Walk schon knapp an seine Auslastungsgrenzen. Vor allem in der Kelchsau stehen nur sieben Zimmer beim Fuchswirt zur Verfügung. „Wir haben aber schon mit Zimmervermietern Vereinbarungen, dass die Wanderer bei ihnen schlafen können, das Abendessen gibt es dann beim Fuchswirt“, sagt Bannach. Eine Unterkunft außerhalb von Kelchsau kommt für ihn nicht in Frage. Es könnten aber noch weitere Tage angeboten werden, wenn die Nachfrage weiter so groß bleibt. Auch wäre es möglich, den KAT-Walk umgekehrt, also von Fieberbrunn nach Hopfgarten zu gehen. Dann würden sich die Wanderer zwar in Aschau treffen, hier gäbe es aber genügend Kapazitäten. Es sei also noch Luft nach oben.

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