Stadt Salzburg: SPÖ will vier Prozent weniger Autoverkehr bis 2025

Salzburg (APA) - Die Salzburger SPÖ hat am Montag erste Ideen, wie die Verkehrsberuhigung zwischen Neutor und Staatsbrücke in der Stadt Salz...

Salzburg (APA) - Die Salzburger SPÖ hat am Montag erste Ideen, wie die Verkehrsberuhigung zwischen Neutor und Staatsbrücke in der Stadt Salzburg in Zukunft aussehen soll, präsentiert. Ziel solle es sein, dass die reine Durchfahrt durch die Innenstadt so unattraktiv wird, dass möglichst viele auf andere Routen ausweichen, sagte Klubobmann Bernhard Auinger am Montag bei einem Pressegespräch.

Michael Wanner, Vorsitzender des Planungsausschusses und SPÖ-Bezirkschef, schlägt vor, dass jene Busse, die von Mülln in die Stadt kommen, nicht mehr in die Griesgasse einfahren, sondern am Franz-Josef-Kai bleiben. Dies würde nicht nur die verkehrsberuhigte Griesgasse weiter entlasten, es könnte dann auch eine Bushaltestelle am Anton-Neumayr-Platz aufgelassen und der Platz umgestaltet und aufgewertet werden. Auf jeden Fall solle die Altstadt weiter durchgehend erreichbar sein, „aber gebremst“, so Wanner.

Änderungen wird es auch für die Pendler geben, die täglich mit rund 90.000 Autos in die Landeshauptstadt kommen. Zurzeit wird - wie im Arbeitsübereinkommen für diese Funktionsperiode vereinbart - gerade eine Ausweitung der Kurzparkzonen ausgearbeitet, weil die Autos der Pendler den Parkraum der Wohnbevölkerung verstellen. „Die Einheimischen gehen zu Fuß oder fahren mit dem Rad, damit die Pendler mit dem Auto kommen können, das kann es doch nicht sein“, sagte Wanner. Daher sollen die gebührenfreien Kurzparkzonen entlang der Einfallsrouten ausgeweitet werden, um sie von Pendler-Autos frei zu halten. Den Bewohnern wird das unbefristete Parken mit einer Ausnahmebewilligung erlaubt.

Einer Gruppe Verkehrsteilnehmer, die in der Diskussion häufig zu kurz kommt, will sich Vbgm. Anja Hagenauer verstärkt annehmen: die Fußgänger. Fürs nächste Jahr kündigte sie Fußgänger-Checks an. Dabei soll etwa geprüft werden, ob es ausreichend Sitzmöglichkeiten gibt, die vor allem ältere Mitbewohner brauchen, oder die Grünphasen bei Fußgänger-Ampeln lang genug sind.

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Grundsätzlich bekennt sich die Salzburger SPÖ zu den Zielen, die im neuen Landesmobilitätskonzept festgeschrieben werden: Bis 2025 soll der Anteil des motorisierten Individualverkehrs am Gesamtaufkommen um vier Prozent reduziert werden, und zwar durch ein jeweils zweiprozentiges Plus beim Öffentlichen und beim Fahrrad-Verkehr.

~ WEB http://www.spoe.at ~ APA278 2015-06-15/12:57


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