Jemenitische Rebellen zu Friedensgesprächen in Genf eingetroffen

Genf (APA/AFP) - Vertreter der jemenitischen Rebellen sind Dienstag früh in Genf eingetroffen, um unter Vermittlung der Vereinten Nationen F...

Genf (APA/AFP) - Vertreter der jemenitischen Rebellen sind Dienstag früh in Genf eingetroffen, um unter Vermittlung der Vereinten Nationen Friedensgespräche mit der Exilregierung ihres Landes zu beginnen. Nach Angaben aus UNO-Kreisen wurden die Vertreter der Rebellenbewegung Ansarullah und ihrer Verbündeten am Sitz der Vereinten Nationen erwartet.

Ursprünglich hätten die Rebellen am Montag eintreffen sollen, nachdem sie am Sonntagnachmittag in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa gestartet waren. Ihr Flugzeug wurde jedoch fast 24 Stunden lang in Dschibuti aufgehalten. Die schiitischen Rebellen warfen Ägypten und dem Sudan vor, ihrer Maschine den Überflug zu verweigern.

Offenbar schaltete sich der Oman als Vermittler ein: Ansarullah-Sprecher Mohammed Abdel-Salam veröffentlichte im Online-Netzwerk Facebook eine Mitteilung, in der er dem Sultanat für dessen Einsatz bei der Lösung des Problems dankte. Der Oman ist die einzige Golfmonarchie, die sich nicht an den von Saudi-Arabien angeführten Luftangriffen auf die Rebellen im Jemen beteiligt. Das Land unterhält sowohl gute Beziehungen zum Iran als auch zu Saudi-Arabien.

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon war am Montag in Genf bereits mit den Vertretern der jemenitischen Regierung zusammengetroffen, die sich in Saudi-Arabien im Exil befindet. Er forderte die Konfliktparteien zu einer „zweiwöchigen humanitären Waffenruhe“ anlässlich des islamischen Fastenmonats Ramadan auf, der in dieser Woche beginnt.

Schiitische Houthi-Rebellen und ihre Verbündeten kämpfen im Jemen gegen Soldaten, die dem nach Saudi-Arabien geflohenen Präsidenten Abd-Rabbu Mansour Hadi die Treue halten. Im Jänner brachten die Rebellen Sanaa vollständig unter ihre Kontrolle. Die am 26. März gestarteten Luftangriffe der arabischen Militärkoalition konnten die Kämpfe bisher nicht stoppen.

~ WEB http://www.un.org/en/ ~ APA190 2015-06-16/11:12


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