Muslimbruder nennt Todesurteil gegen Mursi „Sargnagel der Demokratie“

Istanbul (APA/dpa) - Islamistische Oppositionelle haben das Todesurteil gegen Ägyptens früheren Präsidenten Mohammed Mursi als politisch mot...

Istanbul (APA/dpa) - Islamistische Oppositionelle haben das Todesurteil gegen Ägyptens früheren Präsidenten Mohammed Mursi als politisch motiviert kritisiert. Der Richterspruch sei „ein weiterer Nagel im Sarg der Demokratie in Ägypten“, sagte Ex-Investitionsminister Yahiya Hamid am Dienstag in Istanbul. Er gehört zu den Muslimbrüdern.

In einer gemeinsamen Erklärung verschiedener islamistischer Gruppen hieß es, das Urteil sei von einem „Militärregime“ gesprochen worden, das die Macht von einer frei gewählten Regierung an sich gerissen habe. Die Justiz in Ägypten sei reiner Befehlsempfänger der Armee.

Ägyptens Militär hatte Mursi, den ersten frei gewählten Präsidenten des Landes, im Juli 2013 nach Massenprotesten gegen ihn gestürzt. Seitdem gehen die Behörden hart gegen die Muslimbrüder und Regierungskritiker jeglicher Couleur vor. Die Muslimbruderschaft wurde in Ägypten als Terrororganisation eingestuft und ist mittlerweile verboten.


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