USA stationieren dauerhafte Afrika-Eingreiftruppe in Südspanien

Washington (APA/AFP) - Die USA und Spanien haben die Stationierung einer dauerhaften US-Eingreiftruppe für Afrika auf spanischem Boden verei...

Washington (APA/AFP) - Die USA und Spanien haben die Stationierung einer dauerhaften US-Eingreiftruppe für Afrika auf spanischem Boden vereinbart. Die stellvertretenden Außenminister beider Länder, Tony Blinken aus den USA und der Spanier Ignacio Ibanez, unterzeichneten am Mittwoch den Vertrag, nach dem künftig 2.200 US-Soldaten, 500 zivile Mitarbeiter und 26 Flugzeuge in Südspanien stationiert werden.

Die Eingreiftruppe soll vor allem dem Schutz von US-Botschaften und Zivilisten in Afrika dienen, aber auch bei Konflikten und humanitären Missionen auf dem Kontinent eingesetzt werden.

Die USA haben auf dem Stützpunkt Moron de la Frontera bei Sevilla bereits seit 2012 rund 800 Soldaten stationiert, die nach dem Angriff auf die US-Botschaft im libyschen Benghazi mit mehreren Toten zunächst vorübergehend in Spanien Stellung bezogen. Der neue Vertrag, der eine Verteidigungspartnerschaft beider Länder aus dem Jahr 1988 ergänzt, baut diese Präsenz nun dauerhaft aus und unterstellt sie dem US-Militärkommando für Afrika, Africom, in Stuttgart. Blinken sagte, Washington sei den „spanischen Freunden und Verbündeten“ dankbar für die Abmachung.

Eigentlich hätte US-Außenminister John Kerry persönlich den Vertrag unterzeichnen sollen. Jedoch stürzte er bei einem Urlaub in den Alpen beim Fahrradfahren und brach sich ein Bein. So konnte Blinken seinem Kollegen Ibanez nur einen Brief Kerrys überreichen, da dieser in der Heimat immer noch seine Verletzung auskurierte.


Kommentieren