Wiener Aktienmarkt vorbörslich schwächer erwartet

Wien (APA) - Heimische Aktienhändler erwarten die Eröffnung an der Wiener Börse am Donnerstag mit knapp behaupteter Tendenz. Zu Handelsbegin...

Wien (APA) - Heimische Aktienhändler erwarten die Eröffnung an der Wiener Börse am Donnerstag mit knapp behaupteter Tendenz. Zu Handelsbeginn dürfte der ATX nach Händlerschätzungen rund vier Punkte unter dem Schluss-Stand vom Mittwoch (2.428,72) liegen.

Im weiteren Tagesverlauf sehen Marktteilnehmer den ATX in einer Bandbreite zwischen 2.394,00 und 2.459,00 Einheiten. Der APA-Konsensus, die ATX-Prognose wichtiger Banken, geht von einem ATX-Schluss bei 2.411,00 Punkten aus.

Der Streit zwischen Griechenland und seinen Gläubigern ist weiterhin das dominierende Thema an den Aktienmärkten. Die Finanzminister der Euroländer treffen sich am Donnerstag zu neuen Beratungen. Eine schnelle Lösung erwartet jedoch kaum jemand. „Die Chance, dass wir uns mit Griechenland am Donnerstag einigen, ist sehr klein“, sagte etwa der Chef der Eurogruppe, der niederländische Finanzminister Jeroen Dijsselbloem vor dem Treffen in Luxemburg. Ähnlich hatte sich bereits am Vortag der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble geäußert.

Der Zinsentscheid der US-Notenbank Fed brachte am Vorabend unterdessen keine klare Signale. Die Währungshüter lassen den Zeitpunkt der von Anlegern mit Spannung erwarteten ersten Zinserhöhungen seit der Finanzkrise weiter offen. „Die weitere Geldpolitik ist abhängig von den Wirtschaftsdaten“, sagte Fed-Chefin Janet Yellen nach der zweitägigen Zinssitzung am Mittwoch mehrfach. An den Märkten rechnet man derzeit mehrheitlich mit einer ersten Zinserhöhung im September.

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Auf Unternehmensseite in Österreich wurde unterdessen bekannt, dass die voestalpine einen 60 Mio. Euro schweren Auftrag an Land gezogen hat. Auf der Flugzeugmesse Le Bourget in Paris habe die Unternehmenstochter Böhler einen Großauftrag aus der Luftfahrtindustrie erhalten, berichtete die „Kleine Zeitung“. Die Papiere der voestalpine hatten am Mittwoch um 1,42 Prozent tiefer bei 39,93 Euro geschlossen.

Am Mittwoch hatte der ATX 0,94 Prozent tiefer bei 2.428,72 Punkten geschlossen. Der heimische Leitindex konnte sich dem negativen europäischen Umfeld nicht entziehen und schloss ebenfalls im roten Bereich. Das Geschäft im Vorfeld der US-Notenbanksitzung verlief weitgehend ruhig, hieß es von Börsianern.

Kursrelevante Nachrichten zu den heimischen Unternehmen blieben zur Wochenmitte hingegen Mangelware. Unter den Indexschwergewichten mussten Andritz ein Minus von 2,61 Prozent auf 51,22 Euro verbuchen und Immofinanz gaben 2,62 Prozent auf 2,19 Euro nach. OMV hingegen konnten auch angesichts steigender Rohölnotierungen ein Plus von 0,88 Prozent auf 24,59 Euro einfahren.

Die größten Kursgewinner im prime market am Mittwoch:

~ Palfinger +3,49% 25,66 Euro Semperit +1,88% 37,86 Euro s Immo +1,82% 7,84 Euro ~ Die größten Kursverlierer im prime market am Mittwoch:

~ Zumtobel -3,31% 22,65 Euro Immofinanz -2,62% 2,19 Euro Andritz -2,61% 51,22 Euro ~

~ ISIN AT0000999982 ~ APA079 2015-06-18/08:51


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