Schluss mit dem negativen Denken

In der Wirtschaftskammer Lienz wurde das „Zukunftsprogramm Osttirol 2025“ präsentiert und diskutiert.

Von Claudia Funder

Lienz –Vor einem Jahr wurde von den „Vordenkern“ das Zukunftsbild für eine nachhaltige Entwicklung Osttirols präsentiert, in dessen Entwicklung viel Kopfarbeit geflossen war, die TT berichtete. Nach der Vorstellung dieser „Richtschnur“ für Entscheidungen in den Regionen wurde in der Steuerungsgruppe über Projekte, Strategien und deren Umsetzung diskutiert.

Nun gilt es, Nägel mit Köpfen zu machen. Am Mittwochabend wurde zur Präsentation und Diskussion des Zukunftsprogrammes Osttirol 2025 geladen. Richard Piock, Sprecher der „ARGE Vordenken für Osttirol“ und seit Beginn für den Gesamtprozess prägend, stellte die strategischen Ziele vor. Man müsse nun „Vom Reden zum Tun kommen“, forderte er. Eine Schwäche Osttirols liege „in der geistigen Gefangenschaft, zu warten, bis uns irgendwer hilft“, und im „Kreislauf des negativen Denkens. Diesen wollen wir durchbrechen.“

Wesentlich sei, so Piock, die Region „in Wert zu setzen“. Dabei unumgänglich: die Steigerung des Bruttoregionalproduktes. „Und Ziel muss sein, die Beschäftigungsquote zu erhöhen, insbesondere jene der Frauen“, erklärt Piock. Derzeit liege die Arbeitslosenrate mit 10,1 Prozent deutlich über jener Gesamttirols.

Osttirol habe in den letzten zehn Jahren mehr als 1000 Menschen an Wohnbevölkerung verloren, gab Piock Einblick in den drastischen Rückgang bei gleichzeitiger Überalterung. „Bis 2025 soll die Wohnbevölkerung wieder um 500 Menschen wachsen“, so seine Vision. In derselben Zeit sollen 650 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden. Es gelte, wissensbasierte Dienstleister anzuziehen. Derzeit gebe es mit 14 Prozent einen zu hohen Anteil an Erwerbstätigen in der Landwirtschaft, bei viel zu geringer Wertschöpfung. Ein Schritt in die richtige Richtung wäre laut Piock auch die Positionierung Osttirols „als Marke der alpinen Lebensfreude“. Für den Entwicklungsprozess seien alle Bevölkerungsschichten ins Boot zu holen, um „Osttirol als lebens- und liebenswerten Lebens- und Arbeitsraum zu gestalten“.

TT-ePaper gratis testen und 2 VIP-Tickets für das Electric Love Festival gewinnen

Electric Love Festival

Es gelte nun, erste Impulse am Leben zu erhalten, erklärte Michael Hohenwarter vom Regionsmanagement Osttirol, der Einblick in das Thema Förderung via Leaderprojekte gab. Erste Initiativen wie das E-Car-Sharing und die Schulsozialpartner waren bereits von „Vordenken“ beeinflusst.

Um den Prozess in Gang zu halten, wird nun alle zwei Monate in die „denkBar“ geladen, wo Experten helfen, weiterzudenken. Und monatlich gibt es eine Projektwerkstatt. Bereits am Mittwochabend wurde in Gruppen rege diskutiert und an konkreten Ideen und Projekten weitergefeilt.


Kommentieren


Schlagworte